Wie Phönix aus der Asche! Dartsch beim CFC plötzlich Verteidiger

Alexander Dartsch (r.) grätscht gegen den Paderborner Christopher Antwi-Adjej. Dartsch durfte bei den Himmelblauen das erste Mal seit einer Ewigkeit wieder ran.
Alexander Dartsch (r.) grätscht gegen den Paderborner Christopher Antwi-Adjej. Dartsch durfte bei den Himmelblauen das erste Mal seit einer Ewigkeit wieder ran.  © Picture Point

Chemnitz – Ungewohnte Glücksgefühle für CFC-Kicker Alexander Dartsch! Trotz der 0:2-Heimniederlage gegen Paderborn konnte sich der 23-Jährige als kleiner Gewinner fühlen.

"Einfach geil, im heimischen Stadion wieder auf dem Platz zu stehen. Schade, dass wir verloren haben. So bleibt ein bitterer Beigeschmack“, erklärte Dartsch.

Der gebürtige Rochlitzer stieg am Sonnabend wie Phönix aus der Asche! Erstmals seit dem 2. April 2016 - damals schickte der CFC Mainz 05 II. mit einer 5:1-Packung nach Hause - war Dartsch wieder in einem Drittligaspiel dabei. Die Zeit dazwischen? Eine Odysee!

Trainer Sven Köhler sah im Sommer 2016 keine Verwendung für das himmelblaue Eigengewächs. Dartsch wurde ein Jahr in der Regionalliga nahe gelegt. Spät entschied er sich für Eintracht Trier. Dort kam Dartsch nach einem schnellen Trainerwechsel überhaupt nicht zurecht. Nach acht Einsätzen zog er im Winter 2017 weiter zum ZFC Meuselwitz.

Unter Coach Heiko Weber lief es spürbar besser: fünf Tore in 17 Partien. Die Thüringer hätten ihn gern behalten, doch nach Ende der Ausleihe wollte Dartsch zurück nach Chemnitz und sich in der 3. Liga durchbeißen.

Bei Trainer Horst Steffen hatte er allerdings ganz schlechte Karten. Auch er empfahl ihm einen Vereinswechsel. Dartsch blieb - und wurde fortan ignoriert. Nicht ein einziges Mal berief Steffen den Offensivmann in seinen Kader!

"Schön war diese Zeit, in der man fleißig trainiert, aber nicht beachtet wird, nicht. Aber ich habe immer weitergemacht, bin am Wochenende, wenn die Mannschaft auf Reisen war, ins Fitnessstudio gegangen, und habe nie nachgelassen", berichtete Dartsch.

Er blieb positiv, ließ sich nicht hängen. Mit dem Trainerwechsel scheint sein Fleiß endlich belohnt zu werden. Chefcoach David Bergner funktionierte Dartsch in der Vorbereitung kurzerhand zum Außenverteidiger um.

„Für mich keine ungewohnte Position. Die habe ich schon früher in der Jugend gespielt. Ich fühle mich wohl dort, kann über die Außen kommen und mich ins Angriffsspiel einschalten. Das passt“, so Dartsch.

Der neue Rechtsverteidiger erkennt nach dem Wechsel von Steffen zu Bergner einen neuen Teamspirit. "Wir stehen zusammen, jeder kämpft für den anderen. Ich habe ein sehr gutes Gefühl, dass wir den Klassenerhalt packen."


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