Meine Meinung: Hänels Rücktritt kommt ein Jahr zu spät!

Auch Dr. Mathias Hänel (53) hat das Handtuch geworfen.
Auch Dr. Mathias Hänel (53) hat das Handtuch geworfen.  © Picture Point

Ein Kommentar von Olaf Morgenstern

Chemnitz - Monatelang herrschte beim CFC Ruhe hinter den Kulissen. Seit dieser Woche weiß man: Es war die Ruhe vor dem Sturm!

Sturm ist untertrieben. Es war ein Orkan, der den Verein bedrohlich ins Wanken brachte.

Erst pfiff Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig mit Simone Kalew und Dirk Balster die Geschäftsführer kommunaler Tochterunternehmen aus dem Aufsichtsrat zurück.

Dann polterte die OB gegen Präsident Dr. Mathias Hänel und Stefan Bohne. Beide haben verstanden. Sie scheiden zum Monatsende aus ihren Ämtern.

Bohnes Rücktritt bedauere ich. Der Unternehmer stand für Transparenz. Er sprach die Missstände im Verein offen an, suchte nach Lösungen. Und er war maßgeblich daran beteiligt, dass der CFC überhaupt die Drittligalizenz erhielt.

Hänels Rücktritt kommt ein Jahr zu spät! Er hat seit 2006 sicher vieles bewegt. Als Vorstandsvorsitzender trägt er aber auch die Verantwortung dafür, dass der CFC nach jahrelanger Misswirtschaft sportlich und finanziell ums Überleben kämpft.

Hänel träumte von der zweiten Liga. Er ging ein hohes Risiko. Nun hinterlässt er einen Scherbenhaufen. Die Schuldenlast ist noch immer enorm. Sportlich steht der CFC enttäuschend da.

Hänels Rücktritt war überfällig. Leider kommt er viel zu spät!


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