Zu viele einfache Gegentreffer: CFC-Torjäger Frahn kritisiert Abwehrverhalten

Daniel Frahn (hinten) beackerte in Rostock wie hier Amaury Bischoff Gegner und Rasen - es brachte nur wenig.
Daniel Frahn (hinten) beackerte in Rostock wie hier Amaury Bischoff Gegner und Rasen - es brachte nur wenig.  © Picture Point/S. Sonntag

Chemnitz – "Wenn wir hier nicht gewinnen, dann treten wir ihnen wenigstens den Rasen kaputt." Zu Zeiten von Rolf Rüssmann, einem der Bundesligahaudegen der 1970er und -80er Jahre und späterer Gladbach-Manager, pflegte man noch diese Einstellung.

Alles Schnee von gestern und das im wahrsten Sinne des Wortes! Gelitten hat das Grün im Rostocker Ostseestadion am Sonntag definitiv, allerdings nur aufgrund des einsetzenden Schneefalls.

Denn was der Chemnitzer FC beim 1:3 gegen den gastgebenden FC Hansa Rostock anbot, war abermals viel zu brav. Kein Kratzen, Beißen oder Spucken. Gelbe Karten sind zwar kein Maßstab, aber nur zwei Verwarnungen gegen Daniel Frahn (30.) und Emmanuel Mbende (90.) - und das in einem Ostderby, einer Partie in der es obendrein darum geht, alles dafür zu tun, um nicht auf einem Abstiegsplatz zu überwintern - sprachen Bände.

Entsprechend angefressen zeigte sich Frahn nach Spielende: "Wir laden den Gegner weiter dazu ein, Tore gegen uns zu schießen. Es ist nicht so, dass der Gegner gegen uns wunderschön Tiki-Taka spielt und die Bälle vor dem Tor querlegt, sondern jeder Schuss ist bei uns einfach ein Treffer."

Der 30-jährige Angreifer ackerte bis zu seiner Auswechslung in der 86. Minute weitestgehend vergebens. Ging in Zweikämpfe, legte ordentlich Meter zurück, wurde gefoult, bekam aber keinen Freistoß und schoss in der 60. Minute ins Tor – aber es zählte nicht. "Wir haben nicht das Glück, dass der Linienrichter die Fahne unten lässt. Das war letzte Woche schon so", kommentierte Frahn seinen Abseitstreffer.

In der Vorwoche war ihm gegen Magdeburg fälschlicherweise eine Abseitsstellung angelastet worden, in Rostock stand Tom Baumgart beim Zuspiel dagegen tatsächlich ein My zu weit vor dem letzten Verteidiger.

Deswegen wurmte Frahn weniger die Schiedsrichter-, sondern vielmehr die eigene Leistung. "Wir kriegen viel zu viele einfache Gegentreffer und vor allem viel zu viele Gegentreffer!"

CFC-Torjäger Daniel Frahn hatte in den vergangenen Wochen viele Gründe, wie ein Rohrspatz zu schimpfen. Seine Treffer reichten nicht für Punkte, weil's hinten immer wieder zu einfach klingelt.
CFC-Torjäger Daniel Frahn hatte in den vergangenen Wochen viele Gründe, wie ein Rohrspatz zu schimpfen. Seine Treffer reichten nicht für Punkte, weil's hinten immer wieder zu einfach klingelt.  © Picture Point/S. Sonntag

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