CFC-Schlussmann Kunz verlangt gegen Münster volle Power

Dieser Ball wurde zur sicheren Beute von Kevin Kunz, der gegen Würzburg aber drei Mal hinter sich greifen musste. Es waren die Gegentreffer 25, 26, 27 - zweitschlechtester Wert der Liga!
Dieser Ball wurde zur sicheren Beute von Kevin Kunz, der gegen Würzburg aber drei Mal hinter sich greifen musste. Es waren die Gegentreffer 25, 26, 27 - zweitschlechtester Wert der Liga!  © Picture Point

Chemnitz - CFC-Trainer Horst Steffen ließ sich vor der Abfahrt nach Münster nicht in die Karten schauen. Der 48-Jährige ließ offen, wer Marc Endres als Innenverteidiger ersetzen wird.

"Ich weiß es, aber ich sage es nicht", schmunzelte Steffen. Personelle Geheimniskrämerei hat er in dieser Saison schon öfters betrieben. Am Ende standen die erkrankten oder angeschlagenen Spieler doch in der Anfangself. Das passiert im Fall Endres nicht.

Steffen klärt auf: "Marc hat Schmerzen im Bereich der linken Ferse. Da er diese Probleme im vergangenen Jahr bereits im rechten Fuß hatte, unterzieht er sich einer MRT-Untersuchung. Das ist wichtig, um eine genaue Diagnose zu haben."

Endres musste beim 0:3 gegen Würzburg zur Pause raus. Anschließend ging es in der Defensive drunter und drüber, was die Gäste eiskalt bestraften. "Wenn du fünf Bälle auf das Tor bekommst und drei sind drin, fühlst du dich echt beschissen", verriet Torhüter Kevin Kunz. Dieses Gefühl beschlich ihn in dieser Saison nicht zum ersten Mal: 27 Gegentore kassierte der CFC - der zweitschlechteste Wert der Liga!

Wollen die Chemnitzer im heutigen Kellerduell nicht leer ausgehen, muss die Defensivarbeit deutlich besser werden, das hat auch Steffen erkannt. "Es kann nicht sein, dass wir den Gegner 50, 60 Meter über den Platz laufen lassen. Da müssen wir mutiger sein, besser kommunizieren, den Spieler viel früher stellen", fordert der Fußball-Lehrer.

Steffen erwartet einen Kampf auf Biegen und Brechen. Genau diesen verlangt der CFC-Schlussmann von seinen Vorderleuten.

"Abstiegskampf - der Name sagt alles. Mir ist es egal, wie das Spiel von außen aussieht. Wir müssen da hinfahren, alles reinhauen", betont Kunz: "Wir fahren nach dem Abpfiff fünf Stunden in die Nacht hinein. Da kann sich jeder lange genug ausruhen. Nach den 90 Minuten von Münster dürfte keiner mehr stehen können."


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