CFC distanziert sich von Demo-Chaoten

Chemnitz - Der Chemnitzer FC äußert sich erstmals zu den Vorwürfen, der Verein und Teile der Fans seien der treibende Keil bei den Demonstrationen und Ausschreitungen in der Chemnitzer Innenstadt (TAG24 berichtete) gewesen.

Georgi
Georgi  © Picture Point

"Das Gremium des Aufsichtsrates und der Vorstandsvorsitzende Andreas Georgi möchten den Angehörigen und Freunden der Opfer der Gewalttat vom 26.08.2018 ihr aufrichtiges Beileid und Mitgefühl ausdrücken. Wir verurteilen diese Tat auf das Schärfste. Der Trauer Ausdruck zu verleihen ist für uns ebenso selbstverständlich, wie die Achtung des Grundrechtes auf Demonstrationsfreiheit. Wir verurteilen jedoch jede Form der Gewalt gegen Dritte und distanzieren uns von jeglichen extremistischen, rassistischen und fremdenfeindlichen Handlungen und Bestrebungen."

Nach der tödlichen Attacke auf den Chemnitzer Daniel H. (35, TAG24 berichtete) hatte die rechtsradikale Fan-Gruppierung "Kaotic Chemnitz" in sozialen Medien zu einem spontanen Trauermarsch aufgerufen, an dessen Rand es zu Ausschreitungen und der gezielten Jagd auf Ausländer kam.

"Wir möchten darauf hinweisen, dass es sich bei der Gruppierung "Kaotic Chemnitz" nicht, wie zum Teil unzutreffend berichtet wurde, um einen offiziellen Fanclub des Chemnitzer FC handelt. Die Gruppierung besitzt seit dem Jahr 2012 zu Heim- und Auswärtsspielen des CFC ein Erscheinungsverbot", distanzieren sich die Himmelblauen von den rechten Hooligans.

"Die Vielzahl unserer Mitglieder und Fans sowie die sich aus Spielern verschiedenster Nationen zusammensetzende Mannschaft stehen für Offenheit, Toleranz sowie Respekt. Unsere Vereinsfarben sollen Heimat für alle sein, denen diese Werte wichtig sind. Jeder, der diese nicht vertritt, ist beim Chemnitzer FC nicht erwünscht."


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