CFC-Reinhardt: "Wird kein schönes Weihnachten!"

Julius Reinhardt verstand in Zwickau die Welt nicht mehr. Wie konnte der CFC das Derby noch verlieren? Am Boden krümmt sich Tom Baumgart.
Julius Reinhardt verstand in Zwickau die Welt nicht mehr. Wie konnte der CFC das Derby noch verlieren? Am Boden krümmt sich Tom Baumgart.  © Picture Point

Chemnitz - Julius Reinhardt kehrte im Sommer 2016 vom Zweitligisten 1. FC Heidenheim zum CFC zurück. Er wollte seinem Heimatverein bei der Rückkehr in die zweite Liga helfen.

Eineinhalb Jahre später droht Reinhardt mit Chemnitz der Absturz in die Regionalliga! Das 2:3 in Zwickau könnte bereits der Sargnagel gewesen sein. Der Saisonetat (acht Millionen Euro) ist auf Kante genäht. Große Sprünge kann der CFC in der Winterpause nicht machen. Dabei wären Verstärkungen dringend nötig!

"Ich weiß nicht, wie wir noch spielen sollen, um endlich mal wieder ein Spiel zu gewinnen", sagte Reinhardt nach der jüngsten 2:3-Pleite in Zwickau: "Wir führen 2:0, haben nach dem Anschlusstreffer die Chance zum dritten Tor. Dass wir es nicht schaffen, den Vorsprung mit aller Macht zu verteidigen, ist eine Katastrophe."

Was macht dem Routinier Mut, dass es im neuen Jahr besser wird? "Nach dem Zwickau-Spiel war die Niedergeschlagenheit extrem groß. Das war deprimierend", gesteht der 29-Jährige. Doch Aufgeben ist für ihn keine Option! "Es sind noch 18 Spieltage. Dass wir ab dem 20. Januar jede Woche ein Endspiel haben, ist sicher allen bewusst", erklärt Reinhardt: "Zwickau war ein richtungsweisendes Spiel, wir hätten am FSV vorbei ziehen können. Statt dessen hat sich der Abstand deutlich vergrößert. Diese Nachlässigkeiten dürfen uns im neuen Jahr nicht mehr passieren!"

Wie verbringt ein Himmelblauer die freien Tage bis zum Trainingsstart am 2. Januar? Mal nicht an Fußball denken und die aktuelle Tabelle ganz weit weglegen? "Ich denke schon, dass jeder Spieler auch mal auf die Tabelle gucken sollte", betont Reinhardt: "Wir sollten uns den Tatsachen stellen und verinnerlichen, wo wir uns gerade befinden. Das werden alles andere als ruhige und schöne Weihnachtstage!"

Julius Reinhardt (li., mit dem Zwickauer Mike Könnecke) wollte mit Chemnitz in die zweite Liga. Nun droht der Absturz in die Viertklassigkeit.
Julius Reinhardt (li., mit dem Zwickauer Mike Könnecke) wollte mit Chemnitz in die zweite Liga. Nun droht der Absturz in die Viertklassigkeit.  © Picture Point

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