"Sofortiger Wiederaufstieg utopisch": CFC-Sportchef will aber nach oben

Chemnitz - Vor einer Woche wurde Thomas Sobotzik als Nachfolger von Steffen Ziffert vorgestellt. Der 43-Jährige ist dafür verantwortlich, den Reset-Knopf zu drücken und den Chemnitzer FC zurück auf die Profi-Landkarte zu führen. Keine leichte Aufgabe!

Insolvenzverwalter Klaus Siemon
Insolvenzverwalter Klaus Siemon  © Picture Point/Kerstin Kummer

TAG24 erlebte einen neuen CFC-Sportchef voller Tatendrang: "Ich lege sofort los. Es gibt viele Aufgaben, die Priorität haben. Wir müssen einen Umbruch einleiten und uns bei den Spielern, die wir halten wollen, ordentlich strecken."

Sobotziks Handlungsspielraum ist mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens stark eingeschränkt, ab Anfang Juli ist er ein König ohne Reich. Jeder Vertrag geht dann über den Tisch von Insolvenzverwalter Klaus Siemon. "Die Kaderplanung findet jetzt schon in enger Abstimmung statt. Herr Siemon entscheidet letztlich, welche Verträge verlängert werden und wen wir unter Vertrag nehmen können“, unterstreicht Sobotzik.

Dabei muss sich Rechtsanwalt Siemon auf die Expertise des Ex-Bundesliga-Profis verlassen. Sobotzik spielte in Deutschland u.a. für Eintracht Frankfurt, St. Pauli und den 1. FC Kaiserslautern, weiß daher, worauf es auf und neben dem Platz ankommt: "Fußball ist Emotion!"

Auch wenn CFC-Ausichtsratsboss Uwe Bauch (r.) die Richtung vorzugeben scheint, muss Sportchef Thomas Sobotzik die Erwartungen zwangsläufig herunterschrauben.
Auch wenn CFC-Ausichtsratsboss Uwe Bauch (r.) die Richtung vorzugeben scheint, muss Sportchef Thomas Sobotzik die Erwartungen zwangsläufig herunterschrauben.  © Picture Point/Kerstin Kummer

Mit diesem Faustpfand müsse der Club wuchern, die finanzielle Perspektive sei es nicht. "Wir können eine sportliche Perspektive aufzeigen. Außerdem den Weg, den wir gehen wollen und die Werte, die wir vermitteln. Wer Spaß an dieser Aufgabe hat und daran teilnehmen will, ist herzlich eingeladen", wirbt Sobotzik, bevor er allen Miesmachern noch dick und fett ins Stammbuch schreibt: "Der CFC ist ein beachteter Verein, der sich selbst kleiner macht, als er ist."

Wer sein Licht nicht unter den Scheffel stellen will, müsse auch ein klares Saisonziel ausgeben. Erst recht, weil 2018/19 der Meister der Regionalliga Nordost direkt aufsteigt. Gibt es den sofortigen Sprung zurück in die 3. Liga als klare Ansage?

"Ich möchte nichts ausschließen. Rein von den Zahlen her wäre es aufgrund der finanziellen Lage utopisch, den sofortigen Wiederaufstieg anzupeilen. Aufgrund der aktuellen Lage ist das absolut unseriös. Wir wollen aber eine Mannschaft aufstellen, die im oberen Drittel vorne mitspielt" erklärt Sobotzik.

Thomas Sobotzik (r.) ist immer noch für die Traditionsmannschaft von Eintracht Frankfurt am Ball. Auch wenn der 43-Jährige immer noch gut in Schuss ist und von seinen fußballerischen Qualitäten nichts eingebüßt hat, kommt er als Neuzugang beim CFC wohl ni
Thomas Sobotzik (r.) ist immer noch für die Traditionsmannschaft von Eintracht Frankfurt am Ball. Auch wenn der 43-Jährige immer noch gut in Schuss ist und von seinen fußballerischen Qualitäten nichts eingebüßt hat, kommt er als Neuzugang beim CFC wohl ni  © Imago

WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0