Müller-Doppelpack: CFC siegt im Sachsenpokal gegen Zwickau

Chemnitz - Tobias Müller ballert den Chemnitzer FC zum zehnten Sachsenpokal-Sieg! Vor 11638 Zuschauern traf der Mittelfeldmann gegen den FSV Zwickau in beiden Halbzeiten und sicherte den Himmelblauen ein verdientes 2:0 (1:0).

Torjubel nach dem Treffer zum 1:0 durch Torschütze Tobias Müller mit Rafael Garcia und Daniel Frahn.
Torjubel nach dem Treffer zum 1:0 durch Torschütze Tobias Müller mit Rafael Garcia und Daniel Frahn.  © Picture Point/K. Dölitzsch

Gänsehaut pur gab es vor Anpfiff, als CFC-Kapitän Dennis Grote nach dreijähriger Vereinszugehörigkeit verabschiedet wurde. Auf Zwickauer Seite bestritt Toni Wachsmuth ebenfalls sein letztes Spiel. Beide hatten sich für ihren Abschied nochmal etwas vorgenommen, doch nur einer sollte am Ende jubeln können.

Ganz stark waren die Choreographien beider Fanlager. Die Südtribüne war komplett himmelblau-weiß. Dazu hieß es: "Unsere Farbe im Herzen, dem Verein immer treu!" Die gut 2500 Gästefans trugen größtenteils weiße Shirts. Ihre Ansage: "Sieg - Keine Zweifel".

Auf dem Rasen wurde ein möglicher Sieger lange vergeblich gesucht. Chemnitz agierte abwartend und traute sich mit Ein-Mann-Spitze Daniel Frahn nur selten nach vorn. Die Bergner-Elf wollte nicht ins offene Messer laufen. Die CFC-Taktik ging auf, denn der FSV fand damit in der Offensive so gut wie gar nicht statt.

Wirklich gefährlich wurde es nur als sich CFC-Verteidiger Kostadin Velkov bei Lion Lauberbach einhakte und den Angreifer so zu Fall brachte (27.). Mancher Schiri gab schon wegen weniger Strafstoß. Richard Hempel entschied sich jedenfalls dagegen und ließ weiterlaufen.

Ronny König (l.) Kostadin Velkov, Matti Langer und Lion Lauberbach (r.).
Ronny König (l.) Kostadin Velkov, Matti Langer und Lion Lauberbach (r.).  © Picture Point/K. Dölitzsch

Das war es auch schon mit der Zwickauer Herrlichkeit. Zu viele Fehler machten einen geordneten Spielaufbau unmöglich. Und schlimmer noch - sie luden den CFC förmlich ein. Nach Ballverlust von FSV-Linksverteidiger Alexandros Kartalis lief Pascal Itter auf und davon, fand Tobias Müller, der aus elf Metern nicht platziert genug abschloss, sodass Johannes Brinkies abwehren konnte (40.). Sechs Minuten später machte es Müller um einiges besser. Zwickaus rechte Seite war nach einem Stellungsfehler von Nico Antonitsch entblößt. Joannis Karsanidis spielte genau in die Schnittstelle und Müller zog von halblinks ab - 1:0.

Zwickau enttäuschte auf ganzer Linie. Etwas Belebung brachte immerhin die Einwechslung von Mike Könnecke, der in der zweiten Hälfte den ersten Akzent setzte, als er aus halbrechter Position am langen Pfosten vorbeischoss (62.). Auf der Gegenseite rauschte Daniel Frahn in eine Freistoßeingabe von Dennis Grote (67.). Rafael Garcia scheiterte im Eins gegen Eins an Brinkies (70.).

Und dann müllerte es wieder. Tobias Müller hielt in der 84. Minute aus 25 Metern drauf, Toni Wachsmuth fälschte noch unglücklich ab und ließ Brinkies damit keine Chance. Damit verabschiedet sich Grote mit dem Double aus Regionalligameisterschaft und Sachsenpokal aus Chemnitz. Michael Thiele

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