Sarmov: Beim CFC ist der Stammplatz weg, in der Nationalmannschaft nicht

Chemnitz - Ungewohnter Platz für CFC-Routinier Georgi Sarmov: Beim Kellerduell in Großaspach saß der Bulgare zum Anpfiff erstmals auf der Bank.

Mit Bulgarien kassierte Georgi Sarmov (r., im Zweikampf mit Harry Kane) zuletzt ein bitteres 0:4 gegen die Engländer. Für das Rückspiel wurde er wieder in den Kader berufen.
Mit Bulgarien kassierte Georgi Sarmov (r., im Zweikampf mit Harry Kane) zuletzt ein bitteres 0:4 gegen die Engländer. Für das Rückspiel wurde er wieder in den Kader berufen.  © dpa/Nick Potts/PA Wire

Nicht nur das. Der 34-Jährige blieb die komplette Spielzeit draußen. Das könnte sich am Sonntag gegen Duisburg schon wieder ändern. Tobias Müller flog bei der 0:2-Niederlage kurz vor Ende vom Platz. Schiedsrichter Patrick Hanslbauer bewertete sein Einstiegen von hinten als grobes Foulspiel, zog glatt Rot.

Den frei werdenden Platz auf der Doppelsechs könnte Matti Langer besetzen. Ihm droht allerdings eine (längere) Zwangspause. Langer hatte sich am vergangenen Donnerstag im Training im Innenband verletzt. Trainer Patrick Glöckner: "Wir hoffen, dass es nichts Schlimmeres ist und Matti gegen Duisburg wieder dabei sein kann."

Wenn nicht, steht Sarmov bereit. Er war im Sommer als Nachfolger von Kapitän Dennis Grote verpflichtet worden. Sarmov übernahm ab dem 1. Spieltag dessen Position im zentralen Mittelfeld. Mit dem DFB-Pokalspiel gegen den Hamburger SV stellte der damalige Trainer David Bergner von Vierer- auf Fünferkette um und beorderte Sarmov als zusätzliche Absicherung in die Abwehrzentrale.

Das klappte in vielen Spielen ganz gut. In Unterhaching (1:2) und gegen Jena (3:2) patzte Sarmov jedoch entscheidend. Das eine Mal kam er einen Tick zu spät, verursachte einen Foulelfmeter. Gegen die Thüringer wollte er vor dem eigenen Strafraum plötzlich "zaubern". Der Ball war weg, die Gäste erzielten das 2:1.

Ein kleiner Trost bleibt Sarmov für den verlorenen Stammplatz: Auswahltrainer Krasimir Balakov hat ihn für die kommenden EM-Qualifikationsspiele gegen Montenegro und England eingeladen.

Außerdem bastelt der Routinier bereits an der Karriere danach: In Bulgarien absolviert er derzeit den Fußball-Lehrer-Lehrgang und wurde dafür von den Himmelblauen für einzelne Wochentage freigestellt.

Hier kommt keiner vorbei! CFC-Routinier Georgi Sarmov stoppt Unterhachings Felix Schröter.
Hier kommt keiner vorbei! CFC-Routinier Georgi Sarmov stoppt Unterhachings Felix Schröter.  © imago images/Philippe Ruiz

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