CFC-Vermarkter Infront geht Insolvenzverwalter Siemon an

Chemnitz - Droht dem Chemnitzer FC eine Schlammschlacht mit Infront? Schon vor der offiziellen Eröffnung des Insolvenzverfahrens (2. Juli) scheinen die Fronten zwischen Insolvenzverwalter und Vermarkter derart verhärtet, dass eine Konfrontation unweigerlich bevorsteht.

Rechtsanwalt Klaus Siemon führt den CFC durch die Insolvenz.
Rechtsanwalt Klaus Siemon führt den CFC durch die Insolvenz.  © Picture Point/Kerstin Kummer

"Die vom vorläufigen Insolvenzverwalter Siemon am 24. April getätigte Aussage, das Vertragsverhältnis mit Infront sei eine der Kernursachen der Insolvenz des Chemnitzer FC, weist Infront auf das Schärfste zurück", ließ das schweizer Unternehmen in einer Stellungnahme verlautbaren.

Rechtsanwalt Klaus Siemon führt den CFC durch die Insolvenz und soll ihn nachhaltig auf wirtschaftlich gesunde Füße stellen. Wie, das erläuterte der 59-Jährige am Dienstag (TAG24 berichtete). Die Kernaussage: Der bis 2032 datierte Infront-Vertrag läuft aufgrund hoher Provisionen (18 Prozent) auf Sponsoring sowie VIP-Ticket-Verkäufe einer grundlegenden Sanierung des Vereins entgegen und gehört aufgelöst.

Infront widerspricht dem energisch: "In Bezug auf die eigene Provision ist Infront dem Chemnitzer FC mehrmals und insbesondere im Hinblick auf die Saison 2017/18 deutlich entgegengekommen. Darüber hinaus haben wiederholte außerordentliche Beiträge von Infront in der Vergangenheit die Wettbewerbsfähigkeit des Clubs gestärkt und positive Lizenzierungsentscheidungen überhaupt erst ermöglicht."

Die Fronten sind verhärtet! So hält Infront, einer der Hauptgläubiger des CFC, Insolvenzverwalter Siemon vor, dass er sich "offenbar nicht an Vertraulichkeitsverpflichtungen gebunden sieht". Spätestens bis zur Gläubigerversammlung (Ende August) müssen sich beide Seiten zusammenraufen. Sonst gehen beim CFC schlimmstenfalls die Lichter aus!


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0