CFC-Insolvenzverwalter Siemon: "OB Ludwig gefährdet Sanierung!"

Chemnitz - Muss der CFC im Falle eines Aufstiegs die Stadt Chemnitz verlassen? Könnte passieren, denn die Stadtverwaltung hat dem Verein mitgeteilt, dass sich die Kosten für die reine Stadionnutzung - in der Regionalliga sind das 120.000 Euro - in der 3. Liga auf 800.000 Euro erhöhen!

Insolvenzverwalter Klaus Siemon.
Insolvenzverwalter Klaus Siemon.  © Picture Point/K. Dölitzsch

Für Insolvenzverwalter Klaus Siemon ein unhaltbarer Zustand. "Oberbürgermeisterin Babara Ludwig setzt ihren Kurs, die erfolgreiche Sanierung des CFC zu verhindern, konsequent fort", erklärt der Jurist: "Dagegen werde ich juristisch vorgehen. Das ist meine Pflicht als Insolvenzverwalter. Die viel zu hohen Stadionkosten waren der Hauptgrund dafür, dass der CFC e.V. in Insolvenz gegangen ist. Dieses Szenario droht auch der neu gegründeten CFC Fußball GmbH, wenn die Stadt auf ihre Forderungen beharrt. Die Stadtverwaltung hat uns als Alternative vorgeschlagen, einfach in der Regionalliga weiterzuspielen."

Sollten beide Seiten in den kommenden Wochen nicht zueinander finden, erwägen die Himmelblauen sogar den Umzug in eine andere Stadt. Siemon: "Das will keiner, aber damit müssen wir uns ernsthaft beschäftigen."

Schon im Frühjahr 2017 hatte das damalige CFC-Vorstandsmitglied Stefan Bohne die viel zu hohen Stadionkosten für den Verein kritisiert. Laut DFB-Ligareport liegt in der 3. Liga die Pachthöhe für die Stadionnutzung aller Vereine bei durchschnittlich 431.000 Euro pro Jahr.

Die Stadt Chemnitz begründet die fast doppelt so hohe Pachtgebühr für das Stadion an der Gellertstraße mit einem Bescheid der EU-Kommission vom 2. Oktober 2013 zum Wettbewerbsrecht.

Im Streit geht es um die Pachtforderungen der Stadt für das Stadion.
Im Streit geht es um die Pachtforderungen der Stadt für das Stadion.  © Uwe Meinhold

Mehr zum Thema Chemnitzer FC:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0