CFC-Trainer Glöckner: "Zu riskant, zu langsam, zu viel Klein-Klein!"

Cottbus - Spätestens ab der 70. Minute - da tauschte CFC-Trainer Patrick Glöckner die komplette Elf aus - verkam die Drittliga-Generalprobe in Cottbus zum Muster ohne Wert.

Philipp Hosiner (h.) hat seine Torgefährlichkeit nicht eingebüßt, überwindet hier Cottbus-Keeper Toni Stahl zum 1:1-Ausgleich.
Philipp Hosiner (h.) hat seine Torgefährlichkeit nicht eingebüßt, überwindet hier Cottbus-Keeper Toni Stahl zum 1:1-Ausgleich.  © Picture Point/Gabor Krieg

Zu diesem Zeitpunkt stand 1:1. Kurz vor dem Ende traf Felix Brügmann zum Sieg für den gastgebenden Regionalliga-Spitzenreiter. "Das Ergebnis geht in Ordnung", befand Glöckner, der die 1:2-Niederlage nicht überbewerten wollte.

"Wir haben im Trainingslager in Belek sehr gut gearbeitet und hatten gegen Waldhof Mannheim bereits unsere Generalprobe", erklärte der 43-Jährige: "Ich war selbst Spieler und weiß, wie das ist. In Gedanken bist du schon beim ersten Punktspiel. Du sparst dir ein paar Ressourcen, obwohl du alles geben und das letzte Testspiel gewinnen willst."

Die Himmelblauen hatten alles im Griff - bis zur 25. Minute. Da bestrafte Moritz Broschinski einen dicken Patzer von Paul Milde. Philipp Hosiner, kurz vor dem Seitenwechsel mit einem Alu-Treffer, sorgte zwei Minuten nach Wiederanpfiff für den Ausgleich. Es folgte die beste Phase im Spiel. Sören Reddemann und Hosiner scheiterten am stark reagierenden Energie-Schlussmann Toni Stahl.

Nach dem Komplett-Wechsel stand eine CFC-Formation auf dem Platz, die so noch nie zusammengespielt hat. Das nutzte Cottbus, um das Spiel an sich zu reißen und siegreich zu gestalten.

"Diese Niederlage kann die Sinne schärfen. Wenn du gewinnst und komplett im Flow drin bist, dann denkst du vielleicht, jetzt läuft es von alleine", sagte Glöckner: "Manchmal ist es gar nicht so schlecht, wenn das letzte Ergebnis nicht passt."

In der Spielauswertung wird der Fußball-Lehrer einige Dinge kritisieren: "Wir haben zu hoch und zu riskant verteidigt. Wir waren zu weit weg vom Mann und zu langsam im Gegenpressing. Im Ballbesitz war mir das zu viel Klein-Klein. Das alles führt dazu, dass man den Spielfluss und die eigene Spielstruktur verliert."

Sportdirektor Armin Causevic, Trainer Patrick Glöckner und Co Christian Tiffert hatten nach der verpatzten Generalprobe einigen Redebedarf.
Sportdirektor Armin Causevic, Trainer Patrick Glöckner und Co Christian Tiffert hatten nach der verpatzten Generalprobe einigen Redebedarf.  © Picture Point/Gabor Krieg

Mehr zum Thema Chemnitz:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0