Nach bitterer Pleite: CFC-Trainer Glöckner verärgert!

München - Sechs Jahre lang musste CFC-Spieler Niklas Hoheneder auf einen Torerfolg in der 3. Liga warten. In München traf er zum zweiten Mal innerhalb einer Woche.

Niklas Hoheneder (l.), Pascal Itter und Joshua Mroß war die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben.
Niklas Hoheneder (l.), Pascal Itter und Joshua Mroß war die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben.  © imago images/foto2press

Gegen Bayern II. köpfte er zum 1:0-Sieg ein. Am Sonnabend bei 1860 erzielte er erneut den ersten Treffer der Partie. Nach turbulenten 90 Minuten war das Hoheneder-Tor ein Muster ohne Wert. Prince Owusu köpfte in der Nachspielzeit das 4:3 für die Löwen.

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen reichten den Himmelblauen drei Auswärtstore nicht zum Punktgewinn. Drei Tage vor Weihnachten verloren sie in Mannheim 3:4. Dort ließen sie sich in der Schlussphase schülerhaft auskontern. Am Sonnabend war es ein Eckball, den Owusu freistehend einköpfte.

"Das war teilweise zu viel Kinderfußball", fand Torjäger Philipp Hosiner klare Worte. 2:0 führten die Chemnitzer. "Danach waren das Selbstvertrauen und unser Spieltrieb zu groß", kritisierte Trainer Patrick Glöckner und bezog sich auf den Anschlusstreffer. Der fiel noch vor der Pause. Stefan Lex nahm einen langen Pass von Sascha Mölders auf und vollendete. Hosiner: "Da greifen wir mit fünf, sechs Mann an und laufen in einen Konter. Das hat kein Drittliga-Niveau!"

Sah der CFC-Kapitän nicht anders. "Wir waren zu euphorisch, wollten das dritte Tor. Es wäre besser gewesen, auf Nummer sicher zu gehen und das 2:0 mit in die Pause zu nehmen", so Hoheneder.

CFC-Trainer Patrick Glöckner verärgert

CFC-Trainer Patrick Glöckner schimpfte wie ein Rohrspatz - sein Team machte es ihm aber auch wirklich nicht leicht.
CFC-Trainer Patrick Glöckner schimpfte wie ein Rohrspatz - sein Team machte es ihm aber auch wirklich nicht leicht.  © imago images/Oryk Haist

Aus der Kabine kamen die Löwen mit viel Wucht und einem Doppelschlag. Der frisch eingewechselte Maximilian Oesterhelweg verursachte durch sein ungeschicktes Einsteigen den Strafstoß, den Timo Gebhart sicher verwandelte. Zwei Minuten später drehte Mölders mit seinem Schuss zum 3:2 das Spiel.

Durch den kapitalen Bock von 1860-Spielmacher Efkan Bekiroglu kamen die Gäste zum Ausgleich. Das Hosiner-Tor in den Winkel war ein wunderschönes, aber letztlich wertlos. Hoheneder: "Beim 4:3 fühlt sich keiner für Owusu zuständig. Das sollte man aber machen, wenn der gegnerische Stürmer zwei Meter groß ist!"

Große Verärgerung auch beim Trainer. "Das 3:3 musst du über die Bühne bringen. Aber wir sind in der Schlussphase zu naiv, leisten uns zu viele Ballverluste, klären nicht konsequent genug", kritisierte Glöckner: "Es geht nicht darum, bis zuletzt auf Sieg zu spielen, sondern die Situation zu erkennen und seriös zu lösen."

Das schaffte seine Elf im Löwen-Käfig leider nicht. Der Abstiegskampf geht weiter.

1860-Sturmtank Prince Osei Owusu (m.) steigt hoch und kommt unbedrängt zu Kopfball - das 4:3 für die Löwen.
1860-Sturmtank Prince Osei Owusu (m.) steigt hoch und kommt unbedrängt zu Kopfball - das 4:3 für die Löwen.  © imago images/MIS

Mehr zum Thema Chemnitzer FC:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0