CFC-Offensivmann Rafael Garcia und die knappen Siege: "Einfach können wir nicht!"

Chemnitz - Vier Tore, sechs Vorlagen - CFC-Offensivmann Rafael Garcia kann auch 3. Liga! Bereits in der vergangenen Saison bereitete der Deutsch-Spanier Tore am Fließband vor, allerdings eine Klasse tiefer.

Rafael Garcia, der den Eckball getreten hatte, bejubelt mit Torschütze Niklas Hoheneder (l.) und Sandro Sirigu (M.) den Siegtreffer gegen die Bayern-Bubis.
Rafael Garcia, der den Eckball getreten hatte, bejubelt mit Torschütze Niklas Hoheneder (l.) und Sandro Sirigu (M.) den Siegtreffer gegen die Bayern-Bubis.  © Picture Point/Gabor Krieg

Nach dem Aufstieg lief der himmelblaue Offensivmotor zunächst nicht mehr rund. Am 8. Spieltag netzte Garcia erstmals ein. Eine Woche später, beim ersten Dreier der Chemnitzer, bereitete er gegen Jena das späte 3:2 vor.

Seitdem läuft es wie am Schnürchen - bei Garcia und beim CFC. Der hat seit dem Jena-Sieg nur noch drei Mal verloren, und das jeweils unglücklich.

Mit dem jüngsten Dreier am Montagabend gegen Bayern II. wurde die 30-Punkte-Marke geknackt. Garcia hatte mit seinem gut geschlagenen Eckball, der zwei Mal verlängert und von Niklas Hoheneder über die Linie geköpft wurde, großen Anteil am siebenten Saisonsieg.

"Ein, zwei Mal die Woche stehen Standards auf dem Trainingsplan. Im Spiel klappen sie nicht immer so gut wie gegen die Bayern", erklärt Garcia, der in dieser Partie nicht wie sonst über die linke, sondern rechte Außenbahn kam.

Rafael Garcia im Zweikampf mit Bayerns Linksverteidiger Derrick Köhn, der im Sommer 2017 vom Hamburger SV nach München gewechselt war.
Rafael Garcia im Zweikampf mit Bayerns Linksverteidiger Derrick Köhn, der im Sommer 2017 vom Hamburger SV nach München gewechselt war.  © Imago Images/Härtelpress

"Wir hatten diese Variante die gesamte Woche über trainiert. Davud Tuma und ich können problemlos auf beiden Seiten spielen. Während der 90 Minuten wechseln wir ohnehin immer mal die Seite", meint Garcia. Trainer Patrick Glöckner begründet: "Tuma ist ein Linksfuß. Ich sehe ihn auf der linken Außenbahn besser aufgehoben."

Trotz des Siegs fand Garcia auch kritische Worte. "Wir hatten viele Kontermöglichkeiten, die müssen wir besser verwerten. Wir alle vorn haben zu schnell die Bälle wieder verloren. Fünf, sechs Mal laufen wir in Überzahl auf das Bayern-Tor - da müssen wir das 2:0 machen", wertet der 26-Jährige: "Aber einfach können wir nicht. Etwas Zittern ist immer dabei. So wird es für die Zuschauer nie langweilig."

Am Samstag geht es in das nächste München-Duell. Garcia: "Die Löwen sind gut drauf, sie haben seit Ende Oktober nicht mehr verloren. Wir müssen wir den Kampf annehmen, gut dagegenhalten, Chancen erspielen. Dann punkten wir auch dort."

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