"Du Judensau!" Zweite Attacke gegen CFC-Geschäftsführer Sobotzik!

München - Kollektives Kopfschütteln im Stadion an der Grünwalder Straße, wo ein Teil der 335 CFC-Anhänger am Sonnabend für den nächsten Skandal sorgte!

Thomas Sobotzik wurde in München aus dem Gästeblock übel und rassistisch beleidigt.
Thomas Sobotzik wurde in München aus dem Gästeblock übel und rassistisch beleidigt.  © Picture Point/K. Dölitzsch

Daraufhin verweigerten die Spieler nach dem 2:2 bei den Bayern-Bubis den Gang in die Fan-Kurve. Um 20.27 Uhr - da war die Mannschaft noch auf der Heimreise - erklärte der CFC via Pressemitteilung: "Grund dafür sind Äußerungen aus dem Gästeblock während der 2. Hälfte des Spiels, die der CFC mit all seinen handelnden Personen als widerlich empfindet und auf das Äußerste ablehnt."

Unter anderem sollen Worte wie "Thomas Sobotzik, du Judensau" oder "Daniel Frahn ist wenigstens kein Neger" gefallen sein. "Bedrohungen und Aussagen wie diese dürfen in unserer Gesellschaft keine Akzeptanz haben, teilte der CFC weiter mit: "Der Verein prüft derzeit alle rechtlichen Schritte und wird diese konsequent umsetzen."

Der CFC-Fanbeauftragte Ralf Bernsdorf, in München selbst vor Ort, wollte am Sonntag keine weitere Stellungnahme zu den Vorfällen während und nach dem Drittligaspiel abgeben.

Es ist bereits die zweite Attacke gegen CFC-Geschäftsführer Thomas Sobotzik innerhalb weniger Monate. Beim Regionalliga-Heimspiel gegen den ZFC Meuselwitz am 4. Mai hatten ihn aufgebrachte "Fans" mit Bierbecher beworfen. Nach dem Neonazi-Skandal am 9. März hatte das NOFV-Sportgericht die Südtribüne für dieses Heimspiel gesperrt.

Update 13.38 Uhr: Der Deutsche Fußball-Bund hat die massiven rassistischen und antisemitischen Beleidigungen von Anhängern des Chemnitzer FC aufs Schärfste verurteilt. Zudem wird sich der Kontrollausschuss mit den Vorfällen beim Drittliga-Spiel FC Bayern München II gegen Chemnitz befassen. "Dinge dieser Art sind widerlich und haben auf dem Fußballplatz nichts verloren. Beim DFB gibt es null Toleranz für antisemitische und rassistische Parolen", teilte Wolfgang Zieher, der für die 3. Liga zuständige stellvertretende Vorsitzende des DFB-Kontrollausschusses, am Sonntag mit. Der Kontrollausschuss werde "selbstverständlich Ermittlungen aufnehmen".

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