Chemnitz legt Lösung im Streit mit CFC um Stadion-Pacht vor

Chemnitz - Im Streit um die Stadionnutzung in Chemnitz scheint eine Lösung in Sicht. Nur der Stadtrat muss noch zustimmen.

Die Stadt Chemnitz will dem CFC bei der Stadionpacht entgegen kommen.
Die Stadt Chemnitz will dem CFC bei der Stadionpacht entgegen kommen.  © Uwe Meinhold

Im Falle eines Aufstiegs in die dritte Liga drohen dem CFC höhere Nutzungskosten für das Stadion an der Gellertstraße. In der vierten Liga, in der der Verein aktuell spielt, beträgt die Pacht rund 200.000 Euro. Bei einem Aufstieg würde sie mit Nebenkosten etwa das Vierfache betragen.

Im Dezember drohte Insolvenzverwalter Klaus Siemon bereits juristisch gegen die Stadt vorzugehen, falls die Kosten so stark ansteigen. "Die viel zu hohen Stadionkosten waren der Hauptgrund dafür, dass der CFC e.V. in Insolvenz gegangen ist. Dieses Szenario droht auch der neu gegründeten CFC Fußball GmbH, wenn die Stadt auf ihre Forderungen beharrt", sagte er damals gegenüber TAG24.

Nun soll vom Stadtrat beschlossen werden, dass sich die Nutzungsbedingungen auch weiterhin an den bisher schon für die Regionalliga geltenden Konditionen orientieren, sofern die EU-Kommission keine Einwände dagegen erhebt.

"Die Verpachtung soll unverändert über die städtische GGG mbH erfolgen.

Diese schließt mit der 2018 neu gegründeten Chemnitzer FC Fußball GmbH (Tochtergesellschaft des CFC) für die Dauer von fünf Jahren einen Vertrag ab", teilt die Stadt Chemnitz mit.

Künftig soll die Pacht etwa 175.000 Euro jährlich betragen, was nur eine geringe Kostensteigerung zur Regionalliga ausmachen würde. Eine zusätzliche Einnahmequelle für den CFC soll die Vermarktung des Stadionnamens bringen, die seit Sommer 2018 bei der GGG liegt.

"Mit dem Vorschlag bekennt sich die Stadt zum CFC. Das Bekenntnis zum CFC umfasst sowohl die 1. Mannschaft als auch die Mitglieder und Fans des Vereins und besonders das Nachwuchsleistungszentrum. Dort wird eine hervorragende Arbeit geleistet und es ist ein wichtiger Bestandteil der Sportlandschaft der Stadt. Deshalb wird die Stadt vom Insolvenzverwalter eine schriftliche Erklärung einfordern, dass der CFC das Nachwuchsleistungszentrum auf Basis der DFB-Anforderungen erhalten und seine Finanzierung sicherstellen wird", so ein Stadtsprecher.

Mit dieser Lösung, die der Stadtrat in seiner Sitzung am 6. März noch zustimmen muss, würden weder der Stadt noch der GGG zusätzlichen Belastungen gegenüber dem bereits bestehenden Pachtverhältnis ergeben. Zusätzliche Zahlungen an den CFC durch Stadt oder GGG wird es nicht geben.

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