CFC-Präsident Hänel, wo ist Ihr Plan B?

CFC-Präsident Mathias Hänel musste bei der Mitgliederversammlung eingestehen, dass der Verein gefährdet ist. Er hofft auf die Hilfe der Stadt.
CFC-Präsident Mathias Hänel musste bei der Mitgliederversammlung eingestehen, dass der Verein gefährdet ist. Er hofft auf die Hilfe der Stadt.  © Harry Härtel/Haertelpress

Chemnitz - Die lebhafte Diskussion auf der mit Spannung erwarteten Mitgliederversammlung am Montagabend in der Messe Chemnitz ging langsam zu Ende, da erhob sich doch noch ein CFC-Fan und stellte die alles entscheidende Frage: "Herr Hänel, haben Sie einen Plan B?"

Da waren schon fast drei Stunden vergangen. Es wurde viel berichtet, erzählt, diskutiert. Grundtenor: Wir (Vorstand, Aufsichtsrat) haben Fehler gemacht. Der Verein hat rund zwei Millionen Euro Schulden. Allein das vergangenen Geschäftsjahr wurde mit einem Minus von 1,217 Millionen Euro abgeschlossen.

Vor einem Jahr hatte CFC-Präsident Dr. Mathias Hänel den Mitgliedern noch einen kleinen Gewinn präsentiert. Dieses Mal musste er einräumen: "Der Verein ist existenziell gefährdet!"

Aus eigener Kraft können sich die Chemnitzer aus der finanziellen Schieflage nicht befreien. Helfen soll - auch das war nichts Neues - die Stadt Chemnitz. Am Freitag stimmt der Stadtrat darüber ab, ob die erhofften 1,26 Millionen Euro auf das Konto des Drittligisten fließen.

Hänel geht fest davon aus, dass genau dieser Fall eintreten wird. "Wir haben in den vergangenen Tagen und Wochen ein tragfähiges Konzept erarbeitet. Es wäre unanständig, über einen Plan B zu reden", betonte der 52-Jährige.

Die turbulenten Zeiten sind nicht spurlos an Hänel vorbeigegangen. Er hofft auf ein Happy-End. Am 16. Januar wird der Chefarzt schon wieder vor die Mitglieder treten. An diesem Tag steht die Neuwahl von Aufsichtsrat und Vorstand an.

Tritt Hänel erneut an oder verabschiedet er sich nach über zehn Jahren vom CFC? "Es ist nicht an der Zeit, eine Personaldiskussion zu führen."


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