Straßenbahn von Chemnitz nach Aue: Der Baubeginn verzögert sich!

Chemnitz - Das Chemnitzer Modell so weiter wachsen: Anfang Juli hatte das Eisenbahnbundesamt das Baurecht für die Trasse nach Aue erteilt. Diese Woche sollte es losgehen, doch der Baustart verzögert sich.

Ende 2020 sollen die Citybahnen bis nach Aue fahren.
Ende 2020 sollen die Citybahnen bis nach Aue fahren.  © Kristin Schmidt

Der Grund für die Verzögerung ist, dass das Bauunternehmen erst diese Woche den Auftrag zugestellt bekommen hat. Damit kann die Firma nun noch erforderliche Scheine beantragen und mit der Einrichtung der Baustellen beginnen. Die Bauarbeiten selbst beginnen laut Freie Presse am 20. August.

Die Strecke nach Aue ist die Ausbaustufe 2 des Chemnitzer Modells. Genutzt werden überwiegend vorhandene Gleise der Deutschen Bahn.

Diese müssen noch mit den Schienen der Straßenbahn verbunden werden. Neben Gleisen werden neun Brücken, sechs Bahnhöfe, vier ÖPNV-Verknüpfungsstellen, Park+Ride-Plätze und Haltepunkte gebaut.

Gesamtkosten: 65 Millionen Euro (60 Prozent Bund, 30 Prozent Freistaat, 10 Prozent VMS).

Ende 2020 sollen die Passagiere dann in Ostdeutschlands einzigem Tram-Train-System aus dem Chemnitzer Zentrum über Thalheim bis Aue fahren können - ohne Umsteigen.

Derzeit werden vier Linien betrieben: Aus der Chemnitzer City geht's bis Stollberg, Burgstädt, Mittweida und Hainichen. Laut VMS wird ein Ballungsraum mit rund 800.000 Menschen erreicht. In den nächsten Stufen will der VMS noch Oelsnitz/E., Limbach-Oberfrohna (jeweils 2020) sowie Cranzahl und Olbernhau (Zeitplan offen) anbinden.

Titelfoto: Kristin Schmidt

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