Elektrische Citylinks: Chemnitz ist bundesweit Vorreiter

Citylink am Stadlerplatz: Ab Dezember soll die Tram bis zum Uni-Campus 
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Citylink am Stadlerplatz: Ab Dezember soll die Tram bis zum Uni-Campus rollen.  © Sven Gleisberg

Chemnitz - Chemnitzer Modell vor neuer Schallmauer: Die Citylinks der nächsten Generation sollen komplett elektrisch fahren. Anstelle der Dieselaggregate sollen Batteriepacks für Vortrieb im nicht elektrifizierten Umland sorgen.

Die SPD-Politikerin Barbara Hendricks (65) ist gestern als erste Bundesumweltministerin mit der neuen Citylink-Linie C 15 vom Hauptbahnhof zum Stadlerplatz gefahren. Ihr Urteil: "Toll. Es gibt wenige Städte in Deutschland, die neue Straßenbahnlinien bauen. Bundesweit ist Chemnitz Vorreiter."

Die Linie war im Herbst 2016 in Betrieb genommen worden - nach einer monatelangen Pannenserie (TAG24 berichtete). 2,5 Kilometer lang ist die Strecke bis Stadlerplatz, weitere 1,5 Kilometer bis zum Uni-Campus sollen Ende des Jahres ans Netz gehen.

Zwölf Hybridbahnen (Strom in der Stadt, Diesel auf dem Land) verrichten ihren Dienst. Der VMS blickt voraus: "Die nächste Generation wird wohl komplett elektrisch fahren", so Mathias Korda (39) vom VMS. Zwölf bis 18 neue Bahnen müssen noch angeschafft werden, bis das Chemnitzer Modell voll ausgebaut sein wird.

In der Stadt klinkt sich der Citylink ins Stromnetz der CVAG ein. So können die Akkus aufgeladen werden. Die haben Reichweiten von bis zu 80 Kilometern. "Das würde reichen. Noch ist das alles in der Entstehungsphase", so Mathias Korda.

Umweltministerin Barbara Hendricks (65, SPD), Bundestagsabgeordneter Detlef 
Müller (53, SPD) und Mathias Korda (39, li.) vom VMS bei der Fahrt mit dem 
Citylink zum Stadlerplatz
Umweltministerin Barbara Hendricks (65, SPD), Bundestagsabgeordneter Detlef Müller (53, SPD) und Mathias Korda (39, li.) vom VMS bei der Fahrt mit dem Citylink zum Stadlerplatz  © Sven Gleisberg

Titelfoto: Sven Gleisberg


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