Das waren die bewegendsten Chemnitzer Momente 2016

Chemnitz - Das Jahr 2016 ist heute Abend Geschichte. Es war spannend, teilweise beängstigend, aber auch witzig. TAG24 blickt auf einige Highlights des Jahres zurück.

Contiloch

Die älteste Baugrube der Stadt füllte sich nach rund 20 Jahren: Im Januar rückten die ersten Bauarbeiter an. Im November war Richtfest. Investor Claus Kellnberger (75) lässt bis Oktober 2017 aus 20.000 Kubikmetern Beton und 4000 Tonnen Stahl das neue Technische Rathaus wachsen.

© Kristin Schmidt

Asyl-Streit

Ein ehemaliges Pionierlager als Erstaufnahme - im Chemnitzer Stadtteil Einsiedel regte sich Unmut. Beim Bezug im Januar gab’s Rangeleien, das Heim spaltete den Ort. Bis zu 300 Flüchtlinge wohnten hier. Mittlerweile ist das Lager wieder leer.

Trauer im Zoo

Im Februar löste der Tod von Löwin Kimba (11) eine Diskussion um die Haltung von Löwen im Tierpark aus. Publikumsliebling Malik (12) bleibt den Chemnitzern erhalten. Wegen der ungünstigen Haltungsbedingungen könnte er als letzter Löwe von Chemnitz in die Geschichte eingehen.

© Petra Hornig

Der Traum vom All

Eine Chemnitzerin greift nach den Sternen: Im Juni stellte sich Thorid Zierold (38) dem harten Auswahlverfahren des deutschen Raumfahrtzentrums. Sie träumt davon, als erste Deutsche Astronautin zur ISS zu fliegen. Die Vize-Chefin des Naturkundemuseums schafft es von 400 Bewerberinnen unter die letzten 86.

Pokémon-Fieber

Im Juli eroberten digitale Fabelwesen Chemnitz. Tausende jagten beim Handy-Spiel „Pokémon Go“ nach Pikachu und Co. Entrückt aufs Smartphone starrende Spieler stolperten durch die City, liefen am Schloßberg vor Laternenpfähle und trafen sich nachts in Küchwald und Stadtpark.

© Sven Gleisberg

Stars in Rio

Bei den Olympischen Spielen im August erturnte sich Sophie Scheder (19) vom TuS Chemnitz Altendorf in Rio überraschend Bronze. Auch Dreispringer und Europameister Max Heß (20) glänzte und wurde vom Europäischen Leichtathletikverband zum Aufsteiger des Jahres gewählt.

Neues Wohnzimmer

Im Sommer feierten 50000 Fußballfans die Eröffnung des neuen, 27 Millionen Euro teuren CFC-Stadions in der Gellertstraße. Im November folgte Katerstimmung - dem Verein drohte die Pleite. Der Stadtrat genehmigte 1,26 Millionen Euro Finanzspritze zur Rettung.

© Harry Härtel/Haertelpress

Lehrer-Zoff

Das neue Schuljahr begann für viele Eltern mit gemischten Gefühlen: Der Lehrermangel war in Chemnitz besonders akut, die Absicherung des Unterrichts ein Kraftakt. Die Hälfte der neu eingestellten Lehrer standen noch nie vor einer Klasse, sondern sind Quereinsteiger. An Oberschulen sind es sogar über zwei Drittel.

Terror-Angst

Spezialeinheiten der Polizei riegelten am 8. Oktober einen Wohnblock in der Straße Usti nad Labem ab. In einer Wohnung fanden die Ermittler Sprengstoff für einen Terroranschlag. Bombenbauer Jaber al-Bakr († 22) entkam, wurde zwei Tage später in Leipzig verhaftet und brachte sich im Gefängnis um.

Neue Chemnitzer

Babyboom in Chemnitz: Bis gestern Abend wurden im Klinikum und im DRK-Krankenhaus Rabenstein 3381 Babys geboren. Auch Zuzug lässt Chemnitz wieder wachsen, aktuell wohnen rund 247000 Menschen in unserer Stadt.

© Uwe Meinhold

Problembahn rollt

Monatelange Verzögerungen, technische Probleme - im Oktober war es aber endlich soweit: Der Citylink rollte von der Zenti aus ins Umland, ist ein Kernstück des Chemnitzer Modells. Das verbindet für 300 Millionen Euro bis 2019 das Umland mit Chemnitz.

© Peter Zschage

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