Chemnitzer Initiativen sind entsetzt: Bund streicht Geld

Chemnitz - Aufruhr in Chemnitz: Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (41, SPD) kürzt massiv am Bundesprogramm "Demokratie leben!". Betroffen sind auch zahlreiche Chemnitzer Initiativen. Dagegen protestieren die Aktiven in einem Brief an die Ministerin.

Unterschrieb Protestbrief an Bundesministerin Franziska Giffey (41, SPD): der Chemnitzer Aktivist Franz Knoppe (38).
Unterschrieb Protestbrief an Bundesministerin Franziska Giffey (41, SPD): der Chemnitzer Aktivist Franz Knoppe (38).  © Sven Gleisberg

Franz Knoppe (38, Projekt "Aufstand der Utopien") ist erschüttert: "Gerade in Chemnitz, wo es 2018 die rassistische Mobilisierung und Angriffe auf Minderheiten gab, ist eine finanzielle Unterstützung gegen Rechts nötig."

2019 bekam die Stadt vom Bund 300.000 Euro aus dem Demokratie-Programm und verteilte das Geld an elf kleine wie große Projekte. Für 2020 sind nur noch 35.000 Euro vorgesehen. In der Folge müssten Projekte sterben, darunter die "Utopien" - "der Demokratiearbeit entstünde großer Schaden", klagt Franz Knoppe.

Ines Vorsatz (55), Leiterin der städtischen "Partnerschaft für Demokratie", sorgt sich: "Unter den Kürzungen müsste auch die geplante Gewaltprävention leiden."

Dagegen protestieren die Initiativen bei Franziska Giffey - und laden die Ministerin gleichzeitig nach Chemnitz ein.

Weniger Bundesförderung: Das Festival "Aufstand der Utopien" ist 2020 in Gefahr.
Weniger Bundesförderung: Das Festival "Aufstand der Utopien" ist 2020 in Gefahr.  © Harry Härtel/Haertelpress

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