Polizisten in Chemnitz angegriffen: 27-Jähriger im Eilverfahren verurteilt

Chemnitz - Im Zusammenhang mit einer Demonstration rechter Gruppen in Chemnitz ist am Mittwoch ein gewalttätig gewordener Mann im Schnellverfahren verurteilt worden.

Wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte stand ein 27-Jähriger aus dem thüringischen Zeulenroda vor Gericht.
Wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte stand ein 27-Jähriger aus dem thüringischen Zeulenroda vor Gericht.  © Harry Härtel/Haertelpress

Wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte verhängte das Amtsgericht Chemnitz gegen einen 27-Jährigen aus dem thüringischen Zeulenroda eine Bewährungsstrafe von fünf Monaten. Die Bewährungszeit beträgt zwei Jahre. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Der Amtsrichter sah es als erwiesen an, dass der mehrfach Vorbestrafte am 1. September im Anschluss an die rechtsgerichtete Demonstration von AfD, Pegida und Pro Chemnitz zwei Bundespolizisten angegriffen hat. Diese hatten nach eigenen Aussagen vor Gericht den 27-Jährigen davon abhalten wollen, eine Festnahme zu stören. Dafür hätten sie Gewalt anwenden müssen. Der Angeklagte bestritt die Vorwürfe. Er habe lediglich schlichtend eingreifen wollen, sagte er vor Gericht.

Zuvor waren im Zusammenhang mit Demonstrationen in Chemnitz bereits zwei Männer wegen des Zeigens des Hitlergrußes ebenfalls im beschleunigten Verfahren verurteilt worden (TAG24 berichtete).

Titelfoto: Harry Härtel/Haertelpress


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