Warum diese Kurden fast täglich demonstrieren

Chemnitz - Bunte Flaggen und lauter Gesang - viele Chemnitzer wunderten sich in den vergangenen Tagen über eine Gruppe Demonstranten in der Innenstadt.

Fast jeden Abend demonstrieren Chemnitzer Kurden in der Innenstadt gegen den Einmarsch türkischer Truppen in Syrien.
Fast jeden Abend demonstrieren Chemnitzer Kurden in der Innenstadt gegen den Einmarsch türkischer Truppen in Syrien.  © Sven Gleisberg

Seit dem 9. Oktober versammeln sich am Abend regelmäßig Kurden und Unterstützer - teils am Neumarkt, teils am Roten Turm.

Grund für die Proteste: der Einmarsch der Türkei in Nordsyrien. Die Offensive des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan (65, AKP) gegen kurdische Milizen sorgt international für Kritik.

So auch in Chemnitz. Rund 25 Leute sind zusammengekommen. "Hoch die internationale Solidarität" oder "Faschist Erdogan", Sprechchöre wechseln zwischen Kurdisch und Deutsch.

Die meisten Chemnitzer seien neugierig und offen, sagt Organisatorin Zilan A. (35).

Doch es habe auch Anfeindungen gegeben: "Das waren Nazis. Sie sagten: 'Warum macht ihr das in Chemnitz? Geht in euer Land.' Aber ich bin hier, weil deutsche Panzer in meinem Land sind", so die Aktivistin.

"Wir sind Kurden und bei uns gibt es Krieg. Wir möchten die Leute nicht stören, aber wir möchten, dass die Chemnitzer uns verstehen." Am Freitag um 18 Uhr soll es weitergehen.

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