Dieser Wasserdieb hat jetzt 17.000 Euro Schulden

Nikolai K. (49) verließ gestern das Landgericht als verurteilter 
Wasserdieb.
Nikolai K. (49) verließ gestern das Landgericht als verurteilter Wasserdieb.  © Haertelpress

Chemnitz - Dieser Mann hat außergewöhnliche Beute gemacht: Nikolai K. (49) stand gestern als Wasserdieb vor Gericht. Er soll knapp 2300 Kubikmeter Wasser abgezweigt haben - jetzt sitzt er auf rund 17.000 Euro Schulden.

Der gebürtige Kasache hatte ein Haus auf dem Sonnenberg gekauft. Doch die Rechnungen, vor allem fürs Wasser, wurden immer seltener bezahlt.

Im November 2015 baute der Versorger schließlich die Wasseruhr aus, kappte das Rohr. Doch damit war das Drama nicht vorbei: Laut Anklage überbrückte der Hausbesitzer die Sperre mit einem neuen Rohr - Anzeige.

Jetzt wurde die Verbindung an die öffentliche Leitung vorm Haus komplett unterbrochen - keine Chance mehr für Nikolai K., weiter Wasser abzuzapfen. „Ich muss jetzt immer Wasser von Freunden holen“, jammerte der Mann gestern.

„Ich habe da nichts angezapft, das waren bestimmt meine damaligen Mieter.“ Das glaubt ihm nur keiner. Das Amtsgericht hatte ihn zu 500 Euro Geldstrafe verurteilt, die Zivilklage zur Zahlung von rund 17.000 Euro Wasserschulden läuft derzeit.

Den gewünschten Freispruch bekam der arbeitslose Hausbesitzer gestern nicht - Berufung verworfen.

Gesperrte Wasseranschlüsse sind eher selten: Im Jahr 2016 schloss die „Eins“ insgesamt 22 Anschlüsse, für die nicht mehr bezahlt wurde. Zum Vergleich: Beim Strom waren es 1685 Sperrungen.

In diesem Haus bastelte der Handwerker an den Rohrleitungen, zapfte Wasser 
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In diesem Haus bastelte der Handwerker an den Rohrleitungen, zapfte Wasser ab.  © Haertelpress

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