Drama im Advent: Gelähmte Frau stirbt hilflos bei Großbrand

Schäferhund "Snow" wohnt vorerst bei Nachbar Ralph Winkler.
Schäferhund "Snow" wohnt vorerst bei Nachbar Ralph Winkler.  © Bernd Rippert

Chemnitz - Bei einem Großbrand in der Ferdinandstraße im Stadtteil Kleinolbersdorf-Altenhain starb am Mittwochabend die Hausbewohnerin Sylvia Kopp (53, TAG24 berichtete). Eine grauenvolle Familientragödie: Die Frau saß nach einem Schlaganfall 2002 hilflos im Rollstuhl und konnte sich nicht aus der Flammenhölle befreien. Auch ihrem Mann gelang es nicht, sie zu retten.

Wie es heißt, könnte eine Kerze im Wohnzimmer das Feuer verursacht haben. Dort saß Sylvia Kopp auf dem Sofa. Rasend schnell breiteten sich die Flammen um sie herum aus. Ehemann Mario Kopp (53) versuchte verzweifelt, seine Frau zu retten. Doch er kam nicht in das brennende Zimmer.

Eine Nachbarin hörte die Todesschreie, eilte zum Haus - aber auch sie musste vor den Flammen kapitulieren.

Bei dem Brand in Kleinolbersdorf starb eine Frau.
Bei dem Brand in Kleinolbersdorf starb eine Frau.

Mario Kopp konnte noch Schäferhund "Snow" ins Auto packen, bevor ihn Retter mit einer Rauchgasvergiftung in die Klinik brachten.

Der Witwer weiß noch nicht, wie es jetzt weitergehen soll: "Ich war 28 Jahre mit Sylvia verheiratet. Sie war mein Leben." Kopp gab damals sogar seinen Kfz-Betrieb auf, arbeitete verkürzt, um seine Liebe zu betreuen. Vorerst wird er bei seinen Kindern wohnen.

Um den Hund kümmert sich Nachbar Ralph Winkler: "Das Paar hatte gerade erst Hochzeitstag - sie ließ in seinen Ring ,In Liebe, Sylvia‘ gravieren."

Er will nun seinem Nachbarn helfen, ruft zu Spenden auf: "Hausrat, Wäsche, Geld, Handwerker - ich hoffe, das viele Menschen nach diesem Schicksalsschlag im Advent helfen." Spendenangebote nimmt Ralph Winkler unter brandhilfe-kleinolbersdorf@gmx.de entgegen.


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