Das Drama begann erst nach dem Unfall: Biker sucht verzweifelt nach Facharzt

Mama Kerstin Nowara (43) und Luca haben sich auf der verzweifelten Suche nach 
Ärzten wie Bettler gefühlt.
Mama Kerstin Nowara (43) und Luca haben sich auf der verzweifelten Suche nach Ärzten wie Bettler gefühlt.  © Klaus Jedlicka

Chemnitz - Nur ein kurzer Moment veränderte sein ganzes Leben: Als Luca Nowara (18) mittags auf Spritztour mit seiner 125er Yamaha unterwegs war, krachte ein Auto gegen sein Bike. Doch die eigentliche Odyssee begann für den jungen Motorradfahrer erst nach seinem Unfall.

In der Bornaer Straße war Luca am 5. Mai in Richtung City unterwegs als eine BMW-Fahrerin (41) die Yamaha über den Haufen fuhr (TAG24 berichtete). Luca wurde meterweit über die Straße geschleudert. Der Aufprall zertrümmerte sein Knie mehrfach, der Mechatroniker-Lehrling musste operiert werden. Zehn Tage blieb Luca in der Klinik. Dann begann der Ärger.

Denn bei sämtlichen Chirurgen, blitzte der Verletzte ab. „Angeblich hatten die Ärzte keine Kapazitäten mehr“, erzählt Mama Kerstin Nowara (43). „Überall wurden wir abgewiesen. Luca hat starke Schmerzen, ist kaum transportfähig. Ich komme mir vor wie ein Bettler.“

Hannelore Strobel, Sprecherin der AOK Plus, ist erstaunt: „Dieser Sachverhalt sollte so in Sachsen kaum noch möglich sein. Wir raten dem jungen Mann, den Service der Kassenärztlichen Vereinigung zu nutzen.“ Auch Hausarzt und Krankenkasse können helfen. Nach zwei Wochen vergeblicher Suche wird Luca nun endlich behandelt. Ein halbes Jahr schmerzhafte Therapie stehen dem Biker noch bevor:

„Dann ist mein Bein hoffentlich wie vorher, damit ich wieder Motorradfahren kann.“

Die Yamaha war nach dem Crash nur noch ein Schrotthaufen.
Die Yamaha war nach dem Crash nur noch ein Schrotthaufen.
Nur unter Schmerzen kann Luca Nowara (18) die Wohnung im dritten Stock 
verlassen. Hier gibt es keinen Fahrstuhl.
Nur unter Schmerzen kann Luca Nowara (18) die Wohnung im dritten Stock verlassen. Hier gibt es keinen Fahrstuhl.  © Klaus Jedlicka

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