Ostrale - Ja oder Nein? So verhalten reagiert die Chemnitzer Kunstszene

Chemnitz - Chemnitz streckt die Finger nach dem Dresdner Kunstfestival Ostrale aus (TAG24 berichtete). Doch was hält man in der hiesigen Kunstszene von den Plänen?

Ob die Schau 2019 in Chemnitz steigt? Darüber sollten auch hiesige Kreative mitreden, findet Künstler Thomas Ranft.
Ob die Schau 2019 in Chemnitz steigt? Darüber sollten auch hiesige Kreative mitreden, findet Künstler Thomas Ranft.  © Uwe Meinhold

Dass die Ostrale eine Bereicherung für Chemnitz sein könnte - darüber sind sich die Künstler einig. "Ich habe die Ostrale mehrmals besucht und finde sie toll", sagt Sonja Näder (69) vom Chemnitzer Künstlerbund. "Wenn Chemnitz Kapazitäten und Räume dafür hat, wäre das ein Gewinn." Das sieht Ronald Weise (57) vom Weltecho-Verein OSCAR ähnlich. Jedoch ist er skeptisch, "ob sich ein Festival verpflanzen lässt. Der Charme der Ostrale lag ja auch an den Örtlichkeiten."

Noch unentschieden ist Thomas Ranft (73) vom Verein "Kunst für Chemnitz": "Man müsste mehr über den Aufwand und die genauen Bedingungen wissen." Dass die Chemnitzer von den Ostrale-Plänen etwas überrascht wurden, sieht auch Mandy Knospe (38) vom Klub Solitaer kritisch. "Ich hätte mir von Anfang an offene Gespräche mit Chemnitzer Machern gewünscht."

Auch die Finanzierung der Ostrale ist ein Thema. Bis zu 250.000 Euro würde die Stadt jährlich dafür locker machen. "Davon können Chemnitzer Kulturakteure nur träumen", weiß Mandy Knospe. Neid liegt den Künstlern jedoch fern. "Das wäre kleingeistig", findet Sonja Näder.

Die Ostrale fand 2017 vorerst letztmalig in Dresden statt.
Die Ostrale fand 2017 vorerst letztmalig in Dresden statt.  © dpa/Jens Kalaene

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