Prozess um toten Chemnitzer Daniel H. wird in Dresden verhandelt

Chemnitz/Dresden - Der gewaltsame Tod eines Mannes am Rande des Chemnitzer Stadtfestes Ende August wird vom 18. März an im Sicherheitssaal des Oberlandesgerichts Dresden (OLG) verhandelt.

Für das Opfer Daniel H. wurde eine Gedenktafel an der Brückenstraße angebracht.
Für das Opfer Daniel H. wurde eine Gedenktafel an der Brückenstraße angebracht.  © Maik Börner

Die Schwurgerichtskammer des Chemnitzer Landgerichts begründete das am Dienstag mit einem "außerordentlich großen Interesses der Öffentlichkeit" und erhöhten Sicherheitsanforderungen. Diese seien besser im genannten Prozessgebäude zu gewährleisten.

Nach der Tat war es in Chemnitz zu fremdenfeindlichen Übergriffen, rechten Demonstrationen und Anschlägen auf ausländische Restaurants gekommen (TAG24 berichtete).

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten gemeinschaftlichen Totschlag und gemeinschaftlichen versuchten Totschlag in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung vor. Der Syrer soll am 26. August 2018 gemeinsam mit einem auf der Flucht befindlichen Iraker den 35 Jahre alten Deutschen Daniel H. durch Messerstiche getötet haben.

Zudem sollen beide einem weiteren Mann eine schwere Stichverletzung im Rücken beigebracht haben. Das Verfahren gegen den Iraker wurde abgetrennt.

Der Fall erregte bundesweit Aufmerksamkeit. Zuletzt war darüber spekuliert worden, ob ein Streit um Drogen das Verbrechen ausgelöst haben könnte. Der Sicherheitssaal des OLG in Dresden war eigens für den Prozess gegen die rechten Terroristen der "Gruppe Freital" hergerichtet worden.

Blumen und Kerzen erinnerten am Tatort wochenlang an die tödliche Messerattacke.
Blumen und Kerzen erinnerten am Tatort wochenlang an die tödliche Messerattacke.  © Sven Gleisberg

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