Kulturhauptstadt: Chemnitz, Dresden und Zittau gehen für 2025 ins Rennen

Sachsen - Chemnitz, Dresden und Zittau gehen ins Rennen um den begehrten Titel der "Kulturhauptstadt". Bis Montag müssen die Städte das Bewerbungsbuch ("Bit Book") eingereicht haben. Kommendes Jahr wird entschieden, wer sich 2025 mit dem Titel schmücken darf. Doch was genau haben wir davon? Die Oberbürgermeister der drei Sachsen-Städte erklären, wie wir eigentlich von dem Titel "EU-Kulturhauptstadt" profitieren.

Chemnitz verspricht sich viel vom Kulturhauptstadt-Titel: Altes und Neues Rathaus sind schon mal ein Hingucker in der City.
Chemnitz verspricht sich viel vom Kulturhauptstadt-Titel: Altes und Neues Rathaus sind schon mal ein Hingucker in der City.  © Uwe Meinhold

Barbara Ludwig (57), Chemnitz

"Die Bewerbung sorgt für Bewegung und Engagement innerhalb der Stadtgesellschaft, die sich mit ihren Projekten oder Ideen in die Bewerbung einbringen will und soll. Eine Vielzahl an Veranstaltungen – ob Kosmos, das Bürgerfest Herzschlag oder andere haben viele Gäste angezogen und wir denken, dass die Bewerbung und der Weg dahin weitere Gäste anziehen werden.

Chemnitz ist liebenswert, lebensfroh und bunt. All diese Facetten können und wollen wir dann allen Europäern zeigen und weiter entwickeln - davon profitieren alle. Die gesamte Kulturszene, die jetzt schon groß und vielfältig ist, wird natürlich auch von den Chancen der Bewerbung und des Titels Nutzen ziehen - und damit auch die Wirtschaft und die gesamte Stadtgesellschaft.

Bewerbung mit Weitblick: Schon dieser herrliche Blick über die Dächer von Dresden bis in die Sächsische Schweiz wäre den Titel wert.
Bewerbung mit Weitblick: Schon dieser herrliche Blick über die Dächer von Dresden bis in die Sächsische Schweiz wäre den Titel wert.  © DDpix.de/Landeshauptstadt Dresden/obs

Dirk Hilbert (47), Dresden

"Als 'Kulturhauptstadt Europas 2025' würden wir in kulturelle Projekte für junge Menschen investieren, beispielsweise in mehr Musikunterricht und in Schulbibliotheken. Den kulturellen Austausch mit unseren Partnerstädten St. Petersburg und Coventry intensivieren wir bis 2025 deutlich. Und natürlich wird es im Kulturhauptstadtjahr spektakuläre Konzerte, Ausstellungen, Theateraufführungen und Kunstperformances geben. Für Dresden werden in jedem Fall die Investitionen bleiben, darunter auch Herzensangelegenheiten der Dresdner wie die Wiedereröffnung des Fernsehturmes oder die Wiederbelebung der ehemaligen Robotron-Kantine."

Den hübschen Marktplatz mit Marsbrunnen und Neorenaissance-Rathaus gibt's schon. Die Dreiländerbrücke plant Zittau erst noch zum Titel.
Den hübschen Marktplatz mit Marsbrunnen und Neorenaissance-Rathaus gibt's schon. Die Dreiländerbrücke plant Zittau erst noch zum Titel.  © Norbert Neumann

Thomas Zenker (44), Zittau

"Wir bewerben uns gemeinsam mit der ganzen Dreiländerregion weil wir nur gemeinsam mit unseren Nachbarn die Chance haben, den 'Ländlichen Raum' potentiellen Interessenten aller Art (Investoren, Touristen, aber vor allem Einwohner) noch einmal neu, positiv und leistungsfähig ins Bewusstsein zu rücken. Starke Zukunftsperspektiven gibt es nicht nur in Metropolen.

Die neue Dreiländerbrücke wird ein symbolischer Kulturort an der Nahtstelle dreier europäischer Länder, die berühmtesten Brachen Zittaus (Roburwerke und Mandaukaserne) neue Freiräume an der Schnittstelle zwischen Kultur und Wirtschaft."

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