Nach CFC-Niederlage in Paderborn gibt's von Steffen Lob und Kritik

CFC-Trainer Horst Steffen wirkte 
nachdenklich - vor ihm liegt noch jede Menge Arbeit.
CFC-Trainer Horst Steffen wirkte nachdenklich - vor ihm liegt noch jede Menge Arbeit.  © Picture Point/Kerstin Kummer

Paderborn - Die Moral stimmte, die Ausbeute nicht: Der CFC kassierte am 2. Spieltag die erste Niederlage, verlor mit 2:3 beim SC Paderborn.

Die Himmelblauen wurden in der Anfangsphase von den Gastgebern förmlich überrannt und gerieten durch den platzierten 20-Meter-Flachschuss von Robin Krauße (9.) früh in Rückstand. Weitere Treffer lagen in der Luft - Torhüter Kevin Kunz verhinderte Schlimmeres.

Dann fingen sich die Chemnitzer, vergaben innerhalb von vier Minuten zwei Riesen. Erst scheiterte Dennis Grote per Foulelfmeter an SCP-Torhüter Leopold Zingerle, der auch den Kopfball von Daniel Frahn (32.) entschärfte.

Sekunden vor der Pause fiel das 2:0. Erst klärte Kunz gegen Dennis Srbeny. Ben Zolinski setzte energisch nach, netzte aus spitzem Winkel ein.

Der CFC kam zurück, verkürzte kurz nach Wiederanpfiff durch Florian Hansch (48.), blieb aber nicht am Drücker. „Wir waren nach dem Anschlusstor zu hektisch, haben zu viele lange Bälle geschlagen“, ärgerte sich Trainer Horst Steffen: „Da hat mir die Klarheit in unseren Aktionen gefehlt.“





Paderborns Christian Strohdiek (r.) dreht jubelnd ab - gerade hat er CFC-Keeper Kevin Kunz zum 3:1 
überwunden.
Paderborns Christian Strohdiek (r.) dreht jubelnd ab - gerade hat er CFC-Keeper Kevin Kunz zum 3:1 überwunden.  © Picture Point/Kerstin Kummer

Die Platzherren suchten wie schon beim 2:0 über Standards den Erfolg. Das klappte in der 75. Minute. Nach einem von insgesamt 13 (!) Eckbällen für Paderborn überwand der aufgerückte Christian Strohdiek Kunz. Das Spiel schien gelaufen. Dann traf der eingewechselte Björn Kluft (84.) zum 3:2.

Zehn Minuten (inklusive Nachspielzeit) blieben der Steffen-Elf, um sich für den Aufwand doch noch zu belohnen. Schaffte sie nicht. Vielmehr hatte der CFC Glück, dass die Niederlage nicht höher ausfiel: Marc Vucinovic jagte in der 89. Minute einen Strafstoß übers Gebälk.

„Diesen Sieg haben wir uns hart erarbeitet. Ob er verdient ist, sollen andere einschätzen“, sagte SCP-Trainer Steffen Baumgart und ergänzte: „Die Zuschauer gehen zufrieden nach Hause, wir Trainer nicht.“

Steffen attestierte seiner Elf eine Leistungssteigerung gegenüber dem Zwickau-Derby (1:0). „Die Mannschaft ist in einem Lernprozess, sie hat heute vieles besser gemacht. Leider stimmte das Ergebnis nicht. Wir müssen die Standards einfach besser verteidigen“, so der 48-Jährige.


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