Nur 130 Zulassungen: Chemnitzer machen Bogen um E-Autos

Chemnitz - Von "E-xplosion" kann da keine Rede sein ... Nur etwa 130 E-Autos wurden in diesem Jahr zugelassen. Als sächsische Großstadt mit den meisten Autofahrern bleibt Chemnitz dem Verbrenner treu.

Bernhard Herrmann (53, Grüne) will als Alternative zum Auto den ÖPNV sowie Fuß- und Radverkehr stützen.
Bernhard Herrmann (53, Grüne) will als Alternative zum Auto den ÖPNV sowie Fuß- und Radverkehr stützen.  © Kristin Schmidt

276 reine Elektroautos rollen derzeit durch die Stadt. 2018 waren es ungefähr 150. Bei rund 125.000 zugelassenen Pkws ein verschwindend geringer Wert (0,22 bzw. 0,12 Prozent). Bei den Hybriden wurden die Zulassungen von 950 auf 1350 gesteigert.

Das langsame Wachstum ist für Bernhard Herrmann (53, Grüne) ein klarer Grund, nach anderen Optionen zu suchen. "Wir müssen vorrangig den ÖPNV sowie den Fuß- und Radverkehr stützen. Es dürfen keine Busspuren für Autos freigegeben werden. Ein Mittel wäre, Autos teurer zu machen. Trotzdem brauchen wir natürlich nebenher die alternativen Antriebe."

Als Gesamtpaket sei das E-Auto nach wie vor viel zu teuer. Unterstützung gibt es vom Staat. Für Neufahrzeuge unter 40.000 Euro gibt’s momentan 6.000 Euro Zuschuss sowie zehn Jahre steuerfreies Fahren.

Immerhin leistet Chemnitz als Kommune einen kleinen Beitrag: Bis 2021 ist das Parken im Zentrum für E-Autos kostenlos. Laut Stadt nutzen täglich 15 bis 20 Autos dieses Angebot.

Obwohl Chemnitz die sächsische Großstadt mit den meisten Autofahrern ist, wurden dieses Jahr nur 130 E-Autos zugelassen.
Obwohl Chemnitz die sächsische Großstadt mit den meisten Autofahrern ist, wurden dieses Jahr nur 130 E-Autos zugelassen.  © Ralph Kunz

Titelfoto: Ralph Kunz

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