Großeinsatz im Asylheim: Beißattacke auf Polizisten?

In der Erstaufnahmeeinrichtung am Adalbert-Stifter-Weg wollte ein Bewohner offenbar aus dem dritten Stock springen.
In der Erstaufnahmeeinrichtung am Adalbert-Stifter-Weg wollte ein Bewohner offenbar aus dem dritten Stock springen.  © Harry Härtel/Haertelpress

Chemnitz - Bei einem Großeinsatz in der Erstaufnahmeeinrichtung (EAE) am Adalbert-Stifter-Weg soll ein Marokkaner einen Polizisten in den Arm gebissen haben.

Der Asylbewerber hatte sich am Dienstagabend in seinem Zimmer im dritten Stock verbarrikadiert, stand auf dem Fensterbrett und drohte zu springen. 

Er hatte laut Rettungsdienst Schnittwunden an den Händen. Feuerwehr, Polizei und ein Dolmetscher waren im Einsatz, um dem Mann das Leben zu retten.

Die Kameraden bauten ein Sprungpolster vor dem Fenster des Bewohners auf. Doch der Marokkaner deutete an, daran vorbeispringen zu wollen. Deshalb wurde laut Feuerwehr noch ein zweites Rettungspolster aufgeblasen.

Der Dolmetscher konnte den Asylbewerber nach einiger Zeit überreden, vom Fenstersims herunter zu klettern. Als die Polizei den Mann in Gewahrsam nehmen wollte, soll dieser sich massiv gewehrt haben. "Es gab ein Gerangel, bei dem ein Beamter verletzt wurde", so ein Polizeisprecher. Nach Tag24-Informationen soll der Marokkaner den Beamten in den rechten Unterarm gebissen haben. Die Wunde soll so tief gewesen sein, dass sie im Krankenhaus ausgeschält und genäht werden musste. Weitere Nachbehandlungen sollen folgen. 

Die Polizei will erst im Laufe des Donnerstags dazu Stellung nehmen. 


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