Neue Details! Prozess gegen "schwarze Witwe" wird zur Schlammschlacht

Hinter dieser Haustür spielte sich jahrelang ein Familien-Drama ab - Streit, Tränen, Eifersucht.
Hinter dieser Haustür spielte sich jahrelang ein Familien-Drama ab - Streit, Tränen, Eifersucht.  © Harry Härtel/Haertelpress

Chemnitz - Im Prozess um den Tod von Karl Ekkehart A. (†58) kommen immer mehr schmutzige Details ans Tageslicht. Es geht um Alkohol, Impotenz - und vor allem um ein verstörendes Foto.

Susan A. (31) ist angeklagt, weil sie den Macheten-Mord an ihrem Ehemann durch ihren Ex-Geliebten Jan D. (39) geplant haben soll. Mit ihm hatte die gebürtige Kenianerin auch Tochter Laureen (6) gezeugt. Zeugen berichteten, dass sich Jan D. rührend um die Kleine gekümmert habe.

Doch die Verteidigung der Angeklagten versuchte am Freitag, das Bild vom treu sorgenden Papa zu erschüttern und präsentierte ein Handyfoto: Darauf ist Laureen zu sehen - im Alter von vier Jahren, auf dem Beifahrersitz eines alten NVA-Trabants, mit einem Maschinengewehr (Kalaschnikow AK47) in der Hand. Das Bild entstand auf dem Grundstück eines Bekannten von Jan D. Nur ein schlechter Scherz? Der Angeklagte wollte sich zu diesem Fotomotiv nicht äußern.

Am Freitag sagten außerdem Polizisten aus. Elf Mal mussten sie in den letzten Jahren ausrücken, weil sich das Mord-Opfer und seine Frau stritten. Sie warf ihm Impotenz und Alkoholprobleme vor - er bezeichnete sie als geldgierig, klagte über ihr ständiges Fremdgehen. An Scheidung dachte Susan A. trotzdem nicht. Zu ihrer Bekannten Sigrid S. (64) sagte sie als Begründung: "Er hat viel Geld."

Der Prozess wird am 19. Juni fortgesetzt.

Susan A. (31) zeigte sich im Internet gern als junge, attraktive Frau.
Susan A. (31) zeigte sich im Internet gern als junge, attraktive Frau.

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