Kommt die "Schwarze Witwe" noch einmal vor Gericht?

Der Verteidiger von Susan A. (31) hat Revision eingelegt.
Der Verteidiger von Susan A. (31) hat Revision eingelegt.  © Harry Härtel/Haertelpress

Chemnitz - Vor einem Monat wurde die sogenannte "Schwarze Witwe", Susan A. (31), wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt (TAG24 berichtete). Doch die Verteidigung legte Revision ein.

Wenn Anfang Januar 2018 das schriftliche Urteil vorliegt, muss die begründete Beschwerde innerhalb von vier Wochen beim Bundesgerichtshof in Leipzig vorliegen.

Gemeinsam mit ihrem Ex-Liebhaber Jan D. (39), der dreizehn Jahre und sechs Monate kassierte, soll die "Schwarze Witwe" ihren Ex-Ehemann Karl-Ekkehart A. (58) mit einer Machete ermordet haben. Belastet wurde Susan A. massiv von ihrem ehemaligen Geliebten.

Verteidiger Hans-Jürgen Rutsatz (55) ist heute noch sauer: "Der Angeklagte sagte in entscheidenden Punkten nicht die Wahrheit. Man hat ihm aber vorbehaltlos geglaubt." Knapp 20 Beweisanträge stellte die Verteidigung, wollte Ermittlungs-Pannen aufzeigen - der Großteil der Anträge wurde abgelehnt.

Für Rutsatz ist klar: Er wird weiter für seine Mandantin kämpfen: "Ich bin nach wie vor von ihrer Unschuld überzeugt." Die Entscheidung des Bundesgerichtshofs, ob der spektakuläre Mordfall noch einmal verhandelt werden muss, wird im Frühjahr 2018 erwartet.

In diesem Haus geschah das spektakuläre Blutbad von Ebersdorf.
In diesem Haus geschah das spektakuläre Blutbad von Ebersdorf.  © Harry Härtel/Haertelpress

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