Liebe oder Rache? Was bewegte den Ebersdorf-Killer zum bestialischen Mord?

Jan D. (39) gestand im Landgericht das Blutbad. Noch ist aber unklar, ob er "nur" aus Eifersucht oder aus Rache getötet hat.
Jan D. (39) gestand im Landgericht das Blutbad. Noch ist aber unklar, ob er "nur" aus Eifersucht oder aus Rache getötet hat.  © Harry Härtel/Haertelpress

Chemnitz - Seit fünf Verhandlungstagen grübelt das Landgericht Chemnitz: Warum wurde Jan D. (39) zum Mörder?

Der Mann hat gestanden, den Ehemann seiner Geliebten und Mitangeklagten Susan A. (31) mit einer Machete ermordet zu haben. Doch tat er es wirklich aus Liebe? Es gibt Zweifel.

Das Opfer, Karl-Ekkehart A. († 58), wusste, dass seine Frau fremdging.

Mit Jan D. hatte sie das erste Kind, mit einem weiteren Liebhaber das zweite. Immer wieder tauchte Jan D. bei der Familie auf, um Kontakt zu seiner Tochter (heute 6) zu halten. Nicht immer verhielt er sich seriös. Nachbar Steffen O. (57) erinnert sich: „Er stand abends um zehn betrunken vor dem Gehöft. Ich schickte ihn heim.“ Einer dieser Besuche - Jan D. war wieder betrunken - endete im Sommer 2016 bei der Polizei.

Jan D. war mit dem Auto gekommen - danach soll er von Karl-Ekkehart A. verpfiffen worden sein. Die Beamten schnappten Jan D. betrunken hinterm Steuer.

Und: Am 16. August 2016 wurde Jan D. schlimm verprügelt - unweit vom Haus seiner Geliebten entfernt. Betrunken soll der Angeklagte danach mehrfach Freunden gegenüber erwähnt haben, dass es besser wäre, wenn das spätere Opfer nicht mehr leben würde.

Knapp vier Wochen später starb Karl-Ekkehart A. in einem Blutbad. Der Prozess wird am 31. Juli fortgesetzt.


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