Blutbad von Ebersdorf: Rätsel um mysteriöse Telefonate nach Kenia

Susan A. (31) am Montag im Landgericht - die Ermittler stöberten auch in ihrem Handy.
Susan A. (31) am Montag im Landgericht - die Ermittler stöberten auch in ihrem Handy.  © Harry Härtel/Haertelpress

Chemnitz - Im Prozess gegen Susan A. (31) und Jan D. (39) gibt es neue Rätsel. Das Liebespaar ist angeklagt, den Ehemann der Frau brutal mit einer Machete ermordet zu haben (TAG24 berichtete).

Mysteriös sind zwei Telefonate nach Kenia, welche auf dem Handy des Angeklagten ersichtlich sind. Am 15. September 2016 - zwei Tage nach der Tat - wurde zwei Mal in das afrikanische Land telefoniert.

Jan D. stritt ab, die Nummern gewählt zu haben. Verteidiger Hans-Jürgen Rutsatz (55) fand den Gesprächspartner - es ist ein Halbbruder der "Schwarzen Witwe". Der soll jetzt vernommen werden - ob in Kenia oder sogar in Chemnitz, ist noch nicht geklärt.

Die Ermittler rückten am Montag auch die Angeklagte in den Mittelpunkt. Fahnderin Sylvia N. (37): "Wir fanden heraus, dass auf ihrem Rechner in Singleportalen gesurft wurde. Außerdem wurde in Handy-Chats mit Verwandten in Kenia über K.-o.-Tropfen geschrieben."

Ein Urteil wird Anfang November erwartet, beiden Angeklagten droht wegen Mordes lebenslange Haft.

Titelfoto: Harry Härtel/Haertelpress


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