"Chemnitz - Ein Jahr danach": Doku löst heftige Diskussion aus

Chemnitz - Die MDR-Doku "Chemnitz - Ein Jahr danach" zu den Folgen der rechtsextremen Demonstrationen in der Stadt im August 2018 feierte am Donnerstagabend Vorpremiere.

Bei der Publikumsdiskussion zur MDR-Doku "Chemnitz - Ein Jahr danach" gingen die Meinungen weit auseinander.
Bei der Publikumsdiskussion zur MDR-Doku "Chemnitz - Ein Jahr danach" gingen die Meinungen weit auseinander.  © Kristin Schmidt

Bei der anschließenden Publikumsdiskussion im CineStar am Roten Turm waren die Meinungen geteilt.

Der Film beleuchtet mehrere Perspektiven. Zum Beispiel wird eine syrische Familie gezeigt, die nach den Protesten von Chemnitz nach Hamburg zog. Außerdem kommt Arthur Österle (46, AfD) zu Wort, der während der Aufmärsche als Ordner für "Pro Chemnitz" im Einsatz war.

Wegen seiner Einladung zu einer ursprünglich geplanten Podiumsdiskussion sagte unter anderem Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (57, SPD) ihre Teilnahme an der Vorführung ab. In der Publikumsdiskussion lobte der AfD-Mann die Doku: "Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden".

Aber es gab auch Kritik. Einige Zuschauer sahen die Stimmen der "bürgerlichen Mitte" nicht ausreichend berücksichtigt. Andere warfen dem MDR vor, Rechtsextremen eine zu große Plattform zu geben.

MDR-Redakteurin Anja Riediger (52) entgegnete: "Was wir im Film sehen, ist ein Spiegel der Realität." Die Doku läuft am Montag um 22.45 Uhr im Ersten, am Mittwoch um 20.45 Uhr im MDR.

Jörg Wildermuth (52) und Anja Riediger (52) vom MDR wiesen Kritik am Film zurück.
Jörg Wildermuth (52) und Anja Riediger (52) vom MDR wiesen Kritik am Film zurück.  © Kristin Schmidt

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