Einbruch-Serie in Chemnitz: Diebe knacken fast 60 Keller

Birgit Gernegroß (66) im Keller in der Chopinstraße: Auch hier waren 
Einbrecher eingedrungen.
Birgit Gernegroß (66) im Keller in der Chopinstraße: Auch hier waren Einbrecher eingedrungen.  © Maik Börner

Chemnitz - Die Lage ist brenzlig in Chemnitz: Am Sonntag zeigten Bürger im Akkord neue Kellereinbrüche an. Die Zahl der Straftaten erhöhte sich allein am Wochenende auf rund 25 Häuser und 50 bis 60 aufgebrochene Kellerabteile. Dazu kommen drei Wohnungseinbrüche. Betroffene sind entsetzt.

Nach der ersten Anzeigenwelle aus Kappel, Schloßchemnitz, Morgenleite, Bernsdorf und Yorckgebiet (TAG24 berichtete), meldeten sich viele weitere Geschädigte bei der Polizei, vor allem aus Kappel. Nach einer ersten Übersicht nahmen die Täter ein Fahrrad, Schnaps, Sportgeräte und Werkzeug mit. In vielen Fällen machten die Einbrecher keine Beute.

So wie bei Regina Friese (75) in der Horststraße. "Die Einbrecher durchwühlten alles, ließen aber Angeln, Skier und ein Fahrrad stehen. Eventuell wurden sie gestört." Im Haus nebenan verschwanden Skier, Werkzeug und Kleidung aus dem Keller. Hausbesitzerin Steffi Klein ist sauer: "Die vielen Einbrüche sind skandalös."

In der Chopinstraße suchten Ganoven das Mehrfamilienhaus von Birgit Gernegroß (66) heim. Knackten ihren und acht weitere Keller. "Gestohlen haben die Täter nicht viel. Aber langsam arten die Einbrüche aus", schimpft sie.

Die Polizei will bisher nicht von organisierten Einbrecherbanden sprechen. Die Beamten prüfen aber mögliche Zusammenhänge in den Stadtteilen.

Die Ganoven zogen vor allem in Kappel von Haus zu Haus und durchwühlten 
zahlreiche Keller.
Die Ganoven zogen vor allem in Kappel von Haus zu Haus und durchwühlten zahlreiche Keller.  © Maik Börner

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