Große Investition: Diese Mega-Kessel machen Chemnitz fit für den Winter

Chemnitz - Versorger Eins bringt das Heizwerk Altchemnitz auf Vordermann. Neue Heizkessel sollen ein Viertel der Stadt mit Wärme versorgen - vor allem im Notfall. Ab 2020 wird dann das Motorenheizkraftwerk (MHKW) gebaut, das umweltfreundliche Gase verbrennt.

Obermaschinist Mike Stasch an der neuen Kesselanlage. Jeder der drei Kessel wiegt 80 Tonnen. Zusammen leistet das Trio 100 Megawatt.
Obermaschinist Mike Stasch an der neuen Kesselanlage. Jeder der drei Kessel wiegt 80 Tonnen. Zusammen leistet das Trio 100 Megawatt.  © Kristin Schmidt

1976 wurde das Heizwerk Altchemnitz errichtet. Eine Modernisierung war überfällig. "Die alten Anlagen waren marode. Es bestand die Gefahr, Ausfälle im Winter nicht mehr kompensieren zu können", erklärt Eins-Boss Roland Warner (55). Als Spitzenheizwerk liefert die Anlage während harter Winterperioden oder Wartungsarbeiten Wärme.

Dafür verantwortlich sind drei neue Heizkessel (je 80 Tonnen). Sie wurden in Holland produziert und werden mit Erdgas befeuert. Insgesamt leisten sie 100 Megawatt. Zudem wurden drei 36 Meter lange Stahlblech-Schornsteine und zwei je 100 Kubikmeter fassende Wasservorratsbehälter aufgestellt. Die Steuerung erfolgt aus dem Heizkraftwerk Nord.

Bis 2022 bilden fünf Motoren (je 150 Tonnen) das neue Motorenheizkraftwerk Altchemnitz. Ziel: den CO2-Ausstoß mit dem neuen MHKW im Norden und dem Holzheizkraftwerk in Siegmar (Baubeginn Mitte 2021) um 60 Prozent auf 0,4 Millionen Tonnen zu reduzieren. "Dadurch sind wir in Zukunft flexibler und können unseren Kunden günstige Wärmepreise anbieten", so Warner.

Eins investiert bis Ende 2023 200 Millionen Euro, bis zum Braunkohle-Ausstieg 2029 weitere 200 Millionen Euro.

Eins-Geschäftsführer Roland Warner (55) will bis 2029 60 Prozent der gesamten CO2-Emissionen einsparen.
Eins-Geschäftsführer Roland Warner (55) will bis 2029 60 Prozent der gesamten CO2-Emissionen einsparen.  © Kristin Schmidt
Seit 1976 besteht das Heizwerk in Altchemnitz und wird nun erstmals umfassend saniert. Es könnte ein Viertel aller Haushalte mit Fernwärme versorgen.
Seit 1976 besteht das Heizwerk in Altchemnitz und wird nun erstmals umfassend saniert. Es könnte ein Viertel aller Haushalte mit Fernwärme versorgen.  © Kristin Schmidt

Titelfoto: Kristin Schmidt

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