Eins will Kohle zurück: Die Esse bleibt finster

Höhenkletterer bei der Überprüfung der LED-Leuchten am Schornstein.
Höhenkletterer bei der Überprüfung der LED-Leuchten am Schornstein.

Chemnitz - Finstere Aussichten für den Lulatsch: Auf absehbare Zeit bleibt der 302 Meter hohe Schornstein des Heizkraftwerkes unbeleuchtet.

Ob das größte Gesamtkunstwerk der Welt je vollendet wird, macht der Energieversorger Eins vom Ausgang des Gerichtsverfahrens abhängig, das aktuell in Frankreich läuft.

"Eins avisiert die Rückforderung des Kaufpreises", so eine Unternehmens-Sprecherin.

Mit einem Urteil wird Ende des Jahres gerechnet. "Abhängig von den möglichen Entscheidungen werden wir in 2017 weiter prüfen."

Der Streit ums Licht hatte 2014 begonnen, als sich herausstellte, dass die Lichterketten nicht wasserdicht waren.

Vorsitzender der eins-Geschäftsführung: Roland Warner.
Vorsitzender der eins-Geschäftsführung: Roland Warner.

Ganz abgeschrieben ist das Gesamtkunstwerk am höchsten Bauwerk Sachsens nach einer Idee des Künstlers Daniel Buren noch nicht: "Wir wollen einen Hersteller finden, der uns Garantien gibt, dass er LEDs herstellen kann, die auch bei den Witterungsbedingungen am Schornstein langfristig funktionieren", so die Eins-Sprecherin.

Einen langen Weg zur Erleuchtung hat auch die Fassade des Hauptbahnhofes hinter sich. Dort gingen nach dreijähriger Verzögerung vor zwei Wochen die LEDs an. Die richten sich übrigens nach Fahrplan und Dämmerung.

VMS-Sprecherin Jeanette Kiesinger: "Die Fassade leuchtet morgens ab 3 Uhr, sobald der erste Zug fährt, und erlischt in der Morgendämmerung. Abends werden die LEDs ab 16 Uhr eingeschaltet und leuchten bis gegen 23 Uhr."

Der Schornstein des Heizkraftwerkes ist das höchste Bauwerk Sachsens.
Der Schornstein des Heizkraftwerkes ist das höchste Bauwerk Sachsens.  © Peter Zschage

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