Holzschnitt als Brennstoff: Grünflächenamt Chemnitz verheizt sein Geäst

Chemnitz - Schnipp, schnapp, ab - rund 300 Kubikmeter Holz fallen jährlich bei Pflegearbeiten des Grünflächenamtes an.

Jens Börner (55) zeigt den Speicherraum der Holzschnitzelheizung in der Naturschutzstation.
Jens Börner (55) zeigt den Speicherraum der Holzschnitzelheizung in der Naturschutzstation.  © Ralph Kunze

Während nutzbares Stammholz zu Bänken und Geländern verarbeitet wird, landet Astwerk im Häcksler. Bald soll der Baumschnitt auch zum Heizen genutzt werden.

"Derzeit wird ein Projekt 'Energiehof' mit dem Ziel untersucht, den bei Verkehrssicherung in Parkanlagen anfallenden Brennstoff Holz für Holzhackheizungen in verschiedenen Objekten der Stadt Chemnitz bereitzustellen", teilte Baubürgermeister Michael Stötzer (46, Grüne) auf eine Anfrage von Stadträtin Susann Mäder (35, Grüne) mit.

Dafür wurden Hackschnitzelheizungen in die Kita Stelzendorf, die Grundschule Rabenstein und in die Grundschule Borna eingebaut. Eine Testanlage in der Naturschutzstation Adelsberg läuft schon seit mehreren Jahren. Jens Börner vom Umweltamt (55): "Die Anlage läuft vollautomatisch und heizt die Naturschutzstation im Winter praktisch klimaneutral. Dafür brauchen wir rund 20 Kubikmeter Holzschnitzel, die bei Pflegearbeiten in Biotopen anfallen."

Interessenten, die sich informieren wollen, können sich die Anlage nach Voranmeldung in der Adelsbergstraße 192 anschauen.

Wenn Mitarbeiter des Grünflächenamtes Bäume verschneiden, wie hier am Südring, kommt eine Menge Astwerk zusammen.
Wenn Mitarbeiter des Grünflächenamtes Bäume verschneiden, wie hier am Südring, kommt eine Menge Astwerk zusammen.  © Kristin Schmidt

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