Immer mehr Familien brauchen Hilfe: Kosten für Erziehungs-Hilfen explodieren

Chemnitz - Zoff zu Hause: Chemnitz muss immer mehr Familien unter die Arme greifen. Die Ausgaben für sogenannte Hilfen zur Erziehung explodieren.

Die Ausgaben für Familien, die Hilfe benötigen, sind enorm gestiegen, so Kämmerer Sven Schulze (46, SPD).
Die Ausgaben für Familien, die Hilfe benötigen, sind enorm gestiegen, so Kämmerer Sven Schulze (46, SPD).  © Uwe Meinhold

Zwar ist der Haushalt 2019/2020 unter Dach und Fach. Trotzdem muss der Stadtrat auf seiner ersten Sitzung im neuen Jahr 730.000 Euro nachschießen.

32,5 Millionen Euro muss die Stadt in diesem Jahr ausgeben, um Familien zu helfen, in denen es Stress gibt zwischen Eltern und Kindern. 2016 waren es "nur" 21 Millionen Euro, voriges Jahr 24,7 Millionen Euro.

Das sei viel Geld: "Wir müssen uns dem Thema widmen", so Bürgermeister Sven Schulze (48, SPD). Nach seinen Worten geht es dabei um Familien, in denen Sozialarbeiter eingreifen, Schulbegleiter tätig werden oder Kinder ins Heim müssen. "Betroffen sind rund 1200 Kinder", so Schulze.

Die Zahl ist dramatisch: "Die Fallzahlen in ambulanten und stationären Hilfen sind um 30 Prozent gestiegen."

Ärger und Stress: Immer mehr Chemnitzer Familien brauchen Hilfe. Die kann bis zur Heimunterbringung der Kinder gehen. (Symbolbild)
Ärger und Stress: Immer mehr Chemnitzer Familien brauchen Hilfe. Die kann bis zur Heimunterbringung der Kinder gehen. (Symbolbild)  © DPA

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