Christopher Street Day verwandelt Chemnitzer City in bunte Partymeile

Chemnitz - So ein bunter Haufen: Am Samstagnachmittag zog die Parade des "Christopher Street Day" (CSD) durch das Zentrum.

Die Teilnehmer des "Christopher Street Day" bei der Parade durchs Chemnitzer Zentrum.
Die Teilnehmer des "Christopher Street Day" bei der Parade durchs Chemnitzer Zentrum.

Vor allem die Nonnen des "Ordens der Schwestern der Perpetuellen Indulgenz" (OSPI) fielen auf. Bei den im Gesicht weiß geschminkten Männern und Frauen in bunten Roben handelt es sich nicht um christliche Nonnen, sondern um Menschen, die auf AIDS-Erkrankungen aufmerksam machen.

Dazu verteilen die OSPI-Schwestern Kondome und sammeln Spenden für Erkrankte. AIDS ist oft unter jenen männlichen Homosexuellen verbreitet, die ungeschützten Geschlechtsverkehr bevorzugen und so die Immunschwäche-Krankheit übertragen.

Der CSD findet in Deutschland seit 1972 statt. Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender-Menschen protestieren hier für ihre Rechte und gegen Diskriminierung.

"AkzepTANZ!" war das diesjährige Chemnitzer Motto. Ein Wortspiel mit Akzeptanz: "Es hat sich zwar politisch schon viel getan, aber in Hinblick auf die Gesellschaft gibt es noch einiges zu tun", teilten die Veranstalter mit.

Der CSD-Umzug startete in der Karl-Liebknecht-Straße und endete im Stadthallenpark, wo im Rahmen der "Parksommer"-Veranstaltungen weiter gefeiert wurde.

Keine christlichen Nonnen, aber kümmern tun sie sich trotzdem: Zwei Mitglieder des "Ordens der Schwestern der Perpetuellen Indulgenz".
Keine christlichen Nonnen, aber kümmern tun sie sich trotzdem: Zwei Mitglieder des "Ordens der Schwestern der Perpetuellen Indulgenz".  © Peter Zschage

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