Zu wenig Fachkräfte: Aufnahmestopp für Chemnitzer Pflegeheim

Chemnitz - Kostendruck und Fachkräftemangel werden in Chemnitzer Pflegeheimen zunehmend zum Problem.

Fehlendes Personal bringt viele Pflegeheime an ihre Grenzen.
Fehlendes Personal bringt viele Pflegeheime an ihre Grenzen.  © dpa/Christophe Gateau

Eine Überprüfung von 27 Pflegeheimen und Kurzzeitpflege-Einrichtungen durch die Heimaufsicht des Kommunalverbandes Sachsen ergab, dass viele Einrichtungen Schwierigkeiten haben, so viele Fachkräfte zu beschäftigen, wie gesetzlich vorgeschrieben. Für ein Heim wurde sogar ein Aufnahmestopp angeordnet.

Sozialbürgermeister Ralph Burghart (49, CDU) teilte auf Anfrage von Stadträtin Susanne Scharper (42, Linke) mit. "Die Ermittlung der Fachkraftquote ergab in 18 Einrichtungen eine Fachkraftquote von 40 bis 50 Prozent."

Für ein weiteres Pflegeheim, bei dem die Quote besonders gering war, erteilte die Behörde sogar einen Aufnahmestopp. Um welches es sich handelt, wollte die Stadt mit Verweis auf den Datenschutz nicht mitteilen. Vorgeschrieben ist eine Quote von mindestens 50 Prozent.

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Steigende Heimkosten und immer mehr bedürftige Senioren treiben auch die städtischen Zuschüsse in die Höhe. Für Pflegebedürftige, die den Eigenanteil für ihre Pflege nicht finanzieren können, gab die Stadt voriges Jahr rund 2,5 Millionen Euro aus - 740.000 Euro mehr als geplant.

"Wenn die überwiegende Mehrzahl der Pflegebedürftigen in einem Heim Zuschüsse von der Stadt erhält, sollte man im Zweifel auch über eine Kommunalisierung nachdenken", so Susanne Scharper.

Susanne Scharper (42, Linke) bringt kommunal geführte Pflegeheime ins Gespräch.
Susanne Scharper (42, Linke) bringt kommunal geführte Pflegeheime ins Gespräch.  © Holm Helis

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