Der Tourismus boomt in Chemnitz, doch es gibt einen Haken

Ein Highlight: Der Chemnitzer Weihnachtsmarkt.
Ein Highlight: Der Chemnitzer Weihnachtsmarkt.  © Klaus Jedlicka

Chemnitz- Der hiesigen Tourismusbranche geht's so gut wie lange nicht. Aber: Durch den Fachkräftemangel wird der Boom stark gebremst.

Die Chemnitzer Industrie- und Handelskammer zieht zum Jahresende positive Bilanz: "Die Stimmung in der Tourismusbranche Südwestsachsen ist weiterhin im Aufwind", so Ilona Roth, Geschäftsführerin Handel und Dienstleistungen.

Dies geht aus dem IHK-Geschäftsklimaindex hervor. Dieser bildet die Einschätzungen der Unternehmer zu Geschäftslage und -prognosen ab. Demnach wird im Gastgewerbe der höchste Stand seit Jahren erreicht. Auch für die Reisebranche geht's nach einem Abwärtsknick im Herbst 2016 wieder aufwärts.

Getrübt wird die Stimmung jedoch durch hohe Bürokratiebelastungen sowie den anhaltenden Mangel an Fachkräften. Durch fehlendes Personal werden Belegschaften mehrbelastest. Zudem müssen oft Angebote und Öffnungszeiten gekürzt werden. "So wird der Fachkräftemangel zunehmend zur Wachstumsbremse", so Roth. 51,9 Prozent der Gastgewerbe-Unternehmen können offene Stellen nicht besetzen.

Die 346 neuen Lehrlinge (44 mehr als 2016) im Hotel- und Gaststättengewerbe sind da ein Trost - wenn auch nur ein schwacher. "Das sind noch immer nicht genug", sagt Gabriele Hecker (53), IHK-Geschäftsführerin für Bildung. "Es wurden längst nicht alle Ausbildungsplätze besetzt."


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