Frau bei Unfall getötet: Polizei ermittelt mutmaßliche Todes-Fahrerin

Chemnitz - Der mutmaßliche Todesfahrer aus der Georgstraße ist gefasst – und es ist eine Frau. Mit Hilfe von Videokameras in der Stadt ermittelte die Polizei die Täterin. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren weiter.

Ein Polizist bei der Unfallaufnahme.
Ein Polizist bei der Unfallaufnahme.  © Harry Härter/Haertelpress

Am Mittwoch, kurz nach 18 Uhr war eine 20-jährige Frau in der Georgstraße bei einem Verkehrsunfall tödlich verletzt worden. Die Fußgängerin aus dem Landkreis Mittelsachsen wollte über die Straße, wartete in der Fahrbahnmitte auf Gelegenheit, die Fahrbahn zu überqueren.

Derweil raste von der Straße der Nationen kommend ein zunächst unbekanntes Auto durch die Georgstraße, erfasste die Fußgängerin und schleuderte sie vor einen entgegenkommenden Mazda.

Der Mazdafahrer (54) hatte keine Chance noch zu bremsen. Er überfuhr die junge Frau, die mit den Füßen voran unter dem Wagen liegen blieb. Die Unfallfahrerin flüchtete in Richtung Mühlenstraße (TAG24 berichtete).

Noch am Abend begann die Jagd auf die Unfallflüchtige. Die Polizei machte ein Zeugengesuch öffentlich.

Gleichzeitig sichtete die Kripo alle möglichen Videokameras in der Stadt. Ein Überwachungssystem am Busbahnhof half den Ermittlern auf die Sprünge. Sie sahen einen Audi, der nur Augenblicke vor dem tödlichen Unfall von der Straße der Nationen in die Georgstraße abbog.

Die Beamten ermittelten die Halterin, die an dem Abend vermutlich auch am Steuer ihres Audi gesessen hatte. Polizeisprecher Andrzej Rydzik (33): „Der Audi weist im linken Frontbereich erhebliche Beschädigungen auf, die mit dem Unfallgeschehen einhergehen könnten.“ Die Polizei stellte den Wagen sicher. Nun untersuchen ihn die Kriminaltechniker.

Zur Person der mutmaßlichen Todesfahrerin wollte die Polizei am Donnerstag noch keine Angaben machen. Gegen sie ermittelt die Polizei wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung und der Unfallflucht.

Für die junge Frau kam jede Hilfe zu spät.
Für die junge Frau kam jede Hilfe zu spät.  © Harry Härtel/Haertelpress

Titelfoto: Harry Härter/Haertelpress

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