So will Chemnitz seine Bürger endlich aufs Rad bringen

Chemnitz - Die Chemnitzer steigen nicht gern aufs Rad. Vor zehn Jahren setzte sich die Stadt das Ziel, den Anteil der täglich mit dem Drahtesel zurückgelegten Wege bis 2020 auf zwölf Prozent zu verdoppeln.

Ralph Sontag (51) vom ADFC sieht Verbesserungsbedarf für Radfahrer am Falkeplatz.
Ralph Sontag (51) vom ADFC sieht Verbesserungsbedarf für Radfahrer am Falkeplatz.  © Ralph Kunz

Doch statt mehr wurde es weniger: Aktuell liegt der Anteil bei nur vier Prozent. Durch die Teilnahme an der Klimabündnis-Kampagne "Stadtradeln" soll sich das ändern.

Mehrere Kommunen treten beim "Stadtradeln" gegeneinander an. Politiker und Bürger müssen an 21 zusammenhängenden Tagen zwischen dem 1. Mai und 30. Oktober gemeinsam möglichst viele Fahrradkilometer sammeln. Diese werden via Onlinetool oder App erfasst. Voraussichtlich soll die Aktion in Chemnitz während der Europäischen Mobilitätswoche im September stattfinden.

Ralph Sontag (53) vom ADFC hält die Teilnahme für "überfällig". "Ich erwarte nicht, dass diese Aktion allein eine Verdopplung des Radverkehrs herbeiführt. Es wird aber das Selbstbewusstsein von Leuten stärken, die sonst nicht aufs Rad steigen." Für den Radverkehr in der Stadt sieht er Verbesserungsbedarf. "Es gibt einige heikle Punkte. Beispielsweise der Falkeplatz mit seiner unzumutbaren Ampelregelung für Radfahrer und Fußgänger."

Auf Anfrage teilte die Stadt mit, dass im Zusammenhang mit dem "Stadtradeln" keine zusätzlichen Baumaßnahmen vorgesehen sind. Langfristig geplant ist die Fortsetzung der Fernradroute bis zum Küchwald.

Voraussichtlich nächstes Jahr soll die plötzlich endende Radspur auf der Zwickauer Straße an der Kreuzung Barbarossa-/Goethestraße verlängert werden.

Auf der Zwickauer Straße endet kurz vor der Kreuzung zur Barbarossa-/Goethestraße der Radweg.
Auf der Zwickauer Straße endet kurz vor der Kreuzung zur Barbarossa-/Goethestraße der Radweg.  © Uwe Meinhold
Durch die Kampagne "Stadtradeln" sollen mehr Leute in Chemnitz aufs Rad gebracht werden.
Durch die Kampagne "Stadtradeln" sollen mehr Leute in Chemnitz aufs Rad gebracht werden.  © Uwe Meinhold

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