Hier ist die Chemnitztalbahn jetzt ein Radweg

Mit einem Programm ist die Freigabe gefeiert worden. Helmut Arnold war mit 
seinem Hochrad der erste, der den Radweg befuhr.
Mit einem Programm ist die Freigabe gefeiert worden. Helmut Arnold war mit seinem Hochrad der erste, der den Radweg befuhr.  © Sven Gleisberg

Chemnitz - Pack den Drahtesel aus! Der Chemnitztal-Radweg wächst. Ein 5,7 Kilometer langes Teilstück kann seit Samstag unter die Räder genommen werden.

Die neue Strecke führt auf der ehemaligen Trasse der Chemnitztalbahn über 5,7 Kilometer von Wittgensdorf bis in den Claußnitzer Ortsteil Markersdorf. Sachsen hat rund sechs Millionen Euro in den Bau des nun freigegebenen Teilabschnittes investiert.

Den Grünen geht der Radwegausbau zu langsam. Bisher seien weniger als sieben Vollzeitstellen in ganz Sachsen für die Planung und Umsetzung von Radverkehrsprojekten eingeteilt, ergab eine Anfrage im Sächsischen Landtag.

Vielleicht ist das ein Grund dafür, dass die Stadt Chemnitz wohl ihre Ziele verfehlen wird. „Der Anteil des Radverkehrs an den täglichen Wegen soll sich bis 2020 auf zwölf Prozent erhöhen und damit gegenüber 2008 verdoppeln“, heißt es in der Radverkehrskonzeption.

Die Realität ist eine andere. Zwar wurden 2016 rund 4,1 Kilometer Anlagen für den Radverkehr neu gebaut oder markiert. Der Anteil der Autofahrer am Gesamtverkehrsaufkommen wächst jedoch.

„Die Nutzung von ÖPNV, Fahrrad und der Anteil der Fußgänger ist gesunken“, bilanziert eine Studie zum „Modal Split“. Die untersucht aller fünf Jahre, auf welches Fortbewegungsmittel die Chemnitzer setzen. 2018 steht die nächste Untersuchung an.





Der Chemnitztal-Radweg ist seit Samstag ein Stück länger. Auf einem 5,7 
Kilometer langen Abschnitt von Wittgensdorf nach Markersdorf kommen Pedalritter 
nun auf ihre Kosten.
Der Chemnitztal-Radweg ist seit Samstag ein Stück länger. Auf einem 5,7 Kilometer langen Abschnitt von Wittgensdorf nach Markersdorf kommen Pedalritter nun auf ihre Kosten.  © Sven Gleisberg