Jetzt kommt die Chemnitzer Fast-Food-Offensive

Erika Auer (18) hat acht Minuten Zeit, um mit ihrem kleinen Flitzer beim Kunden zu sein.
Erika Auer (18) hat acht Minuten Zeit, um mit ihrem kleinen Flitzer beim Kunden zu sein.

Von Ronny Licht

Chemnitz - Erdbeben auf dem Chemnitzer Fast-Food-Markt: Im Kampf um Kunden und um gestiegene Lohnkosten auszugleichen, lassen sich die Burger-, Pizza- und Sandwich-Ketten immer neue Aktionen einfallen. Und dabei bleibt kein Stein auf dem anderen.

„Chemnitz ist eine Pizza-Stadt“, sagt Rico Hesse (29), Filialleiter bei „Freddy Fresh“. Die Firma hat drei Filialen in Chemnitz.

Um mit der Zeit zu gehen, ticken bei „Freddy Fresh“ die Uhren jetzt anders: Freitags und samstags rollen die Fahrer bis 2 Uhr durch die Stadt, drei Stunden länger als normal.

Eine Idee von Hesse: „Wir decken damit viele Partys ab. Manche kommen vom Feiern nach Hause, rufen dann bei uns an. Das läuft richtig gut.“

Bis an die Haustür kommt neuerdings auch „Burger King“. Ein Test soll zeigen, ob sich ein Lieferdienst für den Buletten-Tempel rentiert.

Thomas Kopka (23, l.) und Stefanie Seifert (29) von „Freddy Fresh“ sind am Wochenende bis 2 Uhr nachts im Einsatz.
Thomas Kopka (23, l.) und Stefanie Seifert (29) von „Freddy Fresh“ sind am Wochenende bis 2 Uhr nachts im Einsatz.

In Chemnitz rollen die Flitzer vom Südring aus los. Chef Helmut Brunhuber (43):
„Wir fahren alle Adressen im Umkreis von acht Minuten an. Da wir spezielle Verpackungen nutzen, ist die Ware an der Haustür genauso warm und frisch wie im Restaurant.“

Sechs Monate läuft die Testphase - dann wird der Service vermutlich dauerhaft angeboten. Ins Burger-Geschäft steigt sogar „Hallo Pizza“ ein - seit Kurzem liefert der Dienst auch Hamburger und Cheeseburger ins Wohnzimmer.

Sandwich-Anbieter „Subway“ hat ebenfalls reagiert - zusätzlich zu den fünf Filialen sollen in diesem Jahr noch zwei weitere folgen.

Sprecher Benjamin Bodner: „Interessant ist es für uns, sich in Tankstellen, Bürogebäude oder Universitäten mit einzugliedern. Chemnitz hat dafür absolut das Potenzial.“

Stephanie Eckert (25) belegt in der „Subway“- Filiale am Rathaus die Baguettes - bald kommen zwei neue Läden hinzu.
Stephanie Eckert (25) belegt in der „Subway“- Filiale am Rathaus die Baguettes - bald kommen zwei neue Läden hinzu.

Fotos: Heinz Patzig, Uwe Meinhold


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