CFC: Ex-Bundesliga-Profi Tiffert im Camp erstmals auf der anderen Seite

Chemnitz - In seiner langen Profikarriere hat Christian Tiffert viele Trainingslager mit- und vor allem durchlebt. Jetzt steht der 37-Jährige, der mit seiner Familie in Chemnitz lebt, erstmals auf der anderen Seite. TAG24 sprach in Belek mit dem Co-Trainer von CFC-Chefcoach Patrick Glöckner.

Christian Tiffert im türkischen Belek auf dem Platz - nicht als Spieler, sondern Co-Trainer.
Christian Tiffert im türkischen Belek auf dem Platz - nicht als Spieler, sondern Co-Trainer.  © Picture Point/Gabor Krieg

TAG24: Haben Sie die Trainingslager mitgezählt?

Tiffert: "Nein. Es dürften über 50 gewesen sein."

TAG24: Welche sind besonders in Erinnerung geblieben?

Tiffert: "Natürlich die in meiner Stuttgarter Bundesliga-Zeit unter Trainer Felix Magath: Strandläufe auf Sylt, Treppenläufe in Portugal - das vergisst du nicht. Zum Glück war ich damals ein junger Hüpfer und habe alles gut weggesteckt. Aber da waren Sachen dabei, die heute kein Trainer mehr macht."

TAG24: Im Sommer 2019 haben Sie Ihre Karriere still und leise beendet. Seit Ende September arbeiten Sie an der Seite von Patrick Glöckner. Was ist jetzt anders?

Tiffert: "Wenn man es in einen Satz reinpacken will: Damals war es anstrengend für die Beine, jetzt ist es anstrengend für den Kopf. Training, essen, schlafen - das ist im Groben der Tagesablauf für die Spieler. Als Co-Trainer bist du im permanenten Austausch, sprichst über die Einheiten, Trainingsinhalte, Belastungssteuerung und vieles mehr."

Co-Trainer Tiffert fült sich beim CFC wohl: "Mir macht die Sache beim CFC riesigen Spaß"

Januar 2019, auch in Belek: Spieler Christian Tiffert (vorn) schwitzt im Trainingslager des FCE Aue.
Januar 2019, auch in Belek: Spieler Christian Tiffert (vorn) schwitzt im Trainingslager des FCE Aue.  © picture point/Sven Sonntag

TAG24: Sie kamen Anfang August als Hospitant. Seitdem ging's rasend schnell ...

Tiffert: "Ich sehe es noch immer als learning by doing. Als Hospitant hatte ich eine begleitende Funktion, jetzt bin ich mittendrin im Trainerteam. Patrick ist ganz klar der Chef, doch wir entscheiden viele Dinge gemeinsam. Tauschen uns in der Spieltag-Analyse aus, sprechen über Spieler und Gegner. Wir haben keinen Mega-Stuff wie andere Vereine, aber wir sind ein tolles Trainerteam."

TAG24: Wie groß ist die Lust, eines Tages als Fußball-Lehrer in vorderster Front zu stehen?

Tiffert: "Ich bin keiner, der alles rosarot sieht, und weiß, dass das ein extrem anstrengender Job ist. Ich lerne täglich dazu, kann und will mich in den kommenden Monaten weiterentwickeln. Mir macht die Sache beim CFC riesigen Spaß. Das ist einfach eine sehr angenehme Truppe. Natürlich wissen die Spieler, dass ich vor einigen Monaten noch selbst auf dem Platz stand. Ich mache alles auf meine Art und Weise. Keiner erwartet Wunderdinge von mir."

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